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"Dornbirner Jugendliche vergleichen Lebenssituation mit Berliner Jugendlichen"

©Jugendornbirn

Dornbirn. Im Rahmen eines Partizipationsprojektes haben Jugendliche der Polytechnischen Schule Dornbirn während ihrer Schullandwoche in Berlin Vergleiche mit der Situation Berliner Jugendlicher gezogen.

Die Analyse ist für Dornbirn mehr als erfreulich!
Die Aussagen von 120 Jugendlichen aus Dornbirn wurden mit den Interviews von 95 Jugendlichen aus Berlin (Prenzlauer Berg/Pankow, ehemalige DDR) verglichen.
Die Ergebnisse wurden entweder im Schulnotensystem von 1 bis 5 verfasst, oder aber als absolute Zahlen verwendet.

Und die Zahlen scheinen für Dornbirn mehr als erfreulich zu sein:
Dornbirner Jugendliche leben im Vergleich zu Berliner Jugendlichen lieber zuhause (Dornbirn 2,0 Berlin 3,1), fühlen sich sicherer (Dornbirn 2,1 Berlin 3,1) und fühlen sich wohler in ihrer Stadt (Dornbirn 1,75, Berlin 3,0). In der Notengebung des Wohlfühlfaktors an der Schule und der Sauberkeit der Stadt bestehen keine Unterschiede zwischen Dornbirn und Berlin.

Alkohol und Nikotin
Bezüglich der Ahndung von Verstößen gegen das Alkohol und Nikotin Gesetz gibt es keine Unterschiede zwischen Berlin und Dornbirn. Da wie dort werden Verstöße zu knapp 45% geahndet.

Freizeitangebote
Die Berliner sind mit ihren Freizeitangeboten zufriedener (Berlin 80%, Dornbirn 55%) als die Dornbirner. Wahrscheinlich liegt dies darin, dass eine Großstadt sehr viel mehr an Möglichkeiten bieten kann.

Ausländerthema
Fast 2/3 Drittel der Dornbirner Jugendlichen finden, dass es zu viele Ausländer in der Stadt gibt. Im Gegensatz dazu finden lediglich 38% der Berliner, dass es zu viele Ausländer gibt. In Berlin leben im Bezirk Prenzlauer Berg 33% Menschen mit migrantischem Hintergrund, in Dornbirn sind es 18%.

Öffentliche Verkehrsmittel
Über 60% der Berliner Jugendlichen sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zufrieden. Im Vergleich zu Dornbirn sind die Berliner mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zufriedener. Die Dornbirner Jugendlichen sind zu fast 2/3 mit dem Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zufrieden.

Wohlfühlfaktor
Dornbirner Jugendliche fühlen sich in Parks gefolgt von Einkaufzentren und Bahnhöfen am wohlsten. Am wenigsten wohl fühlen sie sich in Jugendzentren. Fast die Hälfte der Befragten in Berlin geben an, dass sie sich in Einkaufszentren am wohlsten fühlen, gefolgt von Parks und Jugendzentren. Berliner fühlen sich, so wie Dornbirner Jugendliche, in der Schule am wenigsten wohl.

Politik gefragt…
Aus der Sicht der Dornbirner Jugendlichen sollte die Politik am dringendsten die Problemzonen Jugendarbeitslosigkeit gefolgt von Drogen, Kriminalität, Gewalt in der Familie, Obdachlosigkeit, Umweltschutz und Integration in Angriff nehmen. Aus der Sicht der Berliner Jugendlichen sollte die Politik die Problemfelder Obdachlosigkeit gefolgt von Drogen, Integration, Kriminalität, Jugendarbeitslosigkeit, Umweltschutz und Gewalt in der Familie bearbeiten bzw. lösen.
Ein interessanter Aspekt erscheint, dass das Problemfeld “Jugendarbeitslosigkeit” trotz einer Jugendarbeitslosenrate von fast 21% (die höchste in ganz Deutschland!) erst an 5. Stelle steht. Die Untersuchung zeigt ein ausgezeichnetes Bild der Stadt Dornbirn. Dornbirn hat für die Jugendlichen einen ausgesprochen hohen Wohlfühlfaktor und Sicherheitsfaktor zu bieten. Zusammengefasst darf gesagt werden, dass die Jugendlichen ein sehr differenziertes Bild zwischen einer Großstadt und einer Kleinstadt zeichnen durften. Berlin hat 3,4 Millionen Einwohner, Dornbirn gerade einmal 46.000. Dieser Umstand war in der Analyse und Evaluation besonders interessant zu beobachten.

Bericht über Berlin

Wir Schüler der I- Klasse der PTS- Dornbirn besuchten vom 20. bis 25. Juni die Hauptstadt Deutschlands, Berlin. Am Sonntag, um 9.15 Uhr, starteten wir unsere Reise vom Dornbirner Hauptbahnhof in Richtung Berlin.
Angefangen vom Checkpoint Charlie bis hin zum Zoologischen Garten konnten wir die Eindrücke der Großstadt auf uns wirken lassen.
Der Fernsehturm beim Alexanderplatz zeigte uns Berlin von der Luft aus – und ließ uns staunen. Die Einkaufsmöglichkeiten, wie zum Beispiel das “Alexa” am Alexanderplatz sowie das KaDeWe bei der zerbombten Gedächtniskirche, auch bekannt unter dem Namen “der hohle Zahn”, boten uns unermessliche Shoppingfreude.
Das Holocaustmahnmal am Brandenburger Tor vermittelte uns das Gefühl der Einsamkeit und Verlassenheit der Juden in der Nazi-Zeit. Das war sehr bedrückend…
Die East Side Gallery zeigte uns die Berliner Mauer zwischen West und Ost Berlin während der DDR-Zeit auf künstlerische Art und Weise. So konnten wir in kurzer Zeit gleich zwei sehr “schwierige Zeiten” in der Geschichte dieser Stadt erleben.
Bei der “Fetè de la Musique” herrschte eine musikalische Atmosphäre die uns mitriss und tanzen ließ. Jedes Jahr am 21. Juni findet in Berlin ein derartiges Musikfestival statt. Wir können es jedem empfehlen!
Tausende von Menschen strömten am Mittwoch, den 23. Juni zur Fanmeile am Brandenburgertor und unterstützten die Deutsche Nationalmannschaft mit Leib und Seele gegen Ghana – wir fieberten natürlich auch mit.
Der Potsdamerplatz erstrahlte in der Nacht mit voller Farbenpracht und brachte uns Eindrücke, welche wir nie vergessen werden.
Die Spreerundfahrt mit dem Boot “Adele” zeigte uns das Zentrum Berlins von einer anderen Perspektive.
Im Zoologischen Garten sahen wir eine Artenvielfalt, die wir sonst nur vom Fernseher aus betrachten konnten.
Die Glaskuppel auf dem Reichstag wird von den Einheimischen “Überraschungsei” genannt – wir machten große Augen und staunten über solch eine architektonische Meisterleistung von Sir Norman Foster. Aufgrund der langen Warteschlangen konnten wir die Glaskuppel nur von Außen bewundern.
Ein Teil der Klasse besuchte das “Technische Museum”, der andere (etwas kleinere) Teil der Gruppe besuchte die “Salvadore Dali-Ausstellung” am Potsdamerplatz.
Am Donnerstagabend traten wir dann leider schon wieder die Heimreise an. Wir verließen die Metropole nur ungern, freuten uns aber trotzdem schon auf zu Hause. Obwohl der Liegewagen Verspätung hatte, kamen wir heil und halbwegs pünktlich im Ländle an.
Diese Woche wird uns sicherlich in guter Erinnerung bleiben.
Sandra Mätzler, Sandra Jauk, Bettina Nekrepp

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