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Neue CD von Fleisch & Fleisch

Musiker mit Bodenhaftung - Gerald und Elgar Fleisch
Musiker mit Bodenhaftung - Gerald und Elgar Fleisch ©VMH/Hartinger
Dornbirn. „Wir können nichts dafür und nichts dagegen tun. Musik ist unsere Art, das Leben zu meistern“, sagt Gerald Fleisch. Er ist die eine Hälfte des erfolgreichen Brüderpaars, die mit „Fleisch&Fleisch“ in zehn Jahren sechs CDs in Mundart produziert hat. Am 13. November startet der Spitalsdirektor und sein Bruder Elgar, der eine Doppelprofessur in St. Gallen und Zürich ausübt, mit 15 Konzertabenden und dem neuen Album „moll-moll“ samt hitverdächtigen Songs wie „Nackige Hennele“ oder „D’Führwehr“.

Die Termine stehen seit einem Jahr fest und mehr Auftritte gibt es aus Zeitgründen nicht. „Job und Musik erfordern höchste Professionalität und hundertprozentige Trennung“ verdeutlicht Fleisch. Aber: Beides verlangt auch, „dass ma dLüt mag“. So schließen sich die Arbeit als seriöser Manager und ein Leben als Komponist launiger Mundartlieder nicht zwangsläufig aus. „Ein Beruf, der keinen Platz für Hobbys lässt, ist der falsche“, sagt Fleisch. „Es ist befruchtend auf beiden Seiten: mit der Musik kann ich mich in die Leute einfühlen, die Menschen öffnen sich. Auch im Krankenhaus muss ich stets erspüren können, wo der Schuh drückt. Es ist selten möglich, beides so intensiv zu erleben. Das ist mein Lebensglück“. Stimmungsvoll wurde es stets bei den Fleischs, wenn an Weihnachten ein ganzes familiäres Orchester aufspielte: „Wir waren nicht reich, aber Instrumente und Unterstützung für uns Kinder waren immer da“, erinnert sich der älteste der fünf Sprösslinge. Heute sammeln die Brüder jeder für sich die Ideen, komponieren und texten eigenständig. Dann kommt der große „Qualitätssicherungsprozess“. Will heißen: vorsingen.

Vor sich hersingen

Das Urteil des Bruders und das der Familie hat bei „FF“ höchste Priorität und wird immer angenommen. Ein Song hat dann bestanden, wenn ihn die Kinder ständig vor sich hersingen. Aber um hohe Verkaufszahlen geht es dem Geschwisterpaar nicht. Die erste CD „Neabl“ etwa war lediglich als Geschenk für die Enkel gedacht, und zu Beginn ihrer Musikkarriere spielten „Fleisch&Fleisch“ manchmal nur vor einer handvoll Leuten. „Wir machen Musik für uns. Es sind Geschichten aus dem Leben, in dessen Mitte wir stehen, und wir haben die Freiheit, nicht von unserem Hobby leben zu müssen“. So kann es sich der Liedermacher leisten mit seinem Understatement zu kokettieren, indem er privat einen alten Renault fährt und Kleider von der Stange trägt. In Wahrheit lebt der gebürtige Lustenauer seine Authentizität und lässt sie auch anderen: „Gelassenheit und Toleranz sind für mich das Wichtigste“. So bleibt Gerald Fleisch auch bei Kritik eher gelassen, obwohl Singen etwas sehr Intimes ist, wie der Chansonnier zugibt. Aber: „Mehr als auslachen kann man uns nicht.

Christine Mennel
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