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Dornbirn verstärkt Integrationsbemühungen

Übergreifende Projektstruktur und Bündelung der Kräfte

Dornbirn. Die Stadt Dornbirn war Österreichweit die erste Kommune, die sich mit dem Thema “Integration” im Rahmen eines eigenen Leitbildes beschäftigte. Das im Jahr 2002 entwickelte Leitbild wurde in den vergangenen Jahren schrittweise umgesetzt. Vor allem die Maßnahmen in den Bereichen Sprachkompetenz und Bildung fanden großen Anklang und trugen zur Verbesserung der Integrationsbemühungen bei. Mit einer neuen Projektstruktur und einem jährlich aktualisierten Maßnahmenkatalog sollen die Kräfte in der Verwaltung nun gebündelt werden. Dabei geht es auch um die Vernetzung der verschiedenen Abteilungen in der Verwaltung. So können beispielsweise Aktionen im Jugendbereich, im Sportbereich, in der Familienabteilung oder bei den Schulen besser koordiniert werden.

Integration findet in vielen Bereichen statt ohne die Bezeichnung “Integration” zu tragen. Fast sämtliche Abteilungen der Stadtverwaltung sind mit dem Thema konfrontiert und leisten einen Beitrag. Mit einer neuen Projektstruktur – analog jener im Umweltprogramm der Stadt – sollen diese einzelnen Maßnahmen besser koordiniert und vernetzt werden. Dazu wurde eine neue Projektgruppe gebildet, in der diese Koordinationsarbeit erfolgen soll. Hier wird auch jährlich ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der die Projekte und Aufgaben für das nächste Jahr auflistet und die laufende Kontrolle wird auch die tatsächliche Umsetzung garantieren. Parallel dazu wurde ein Kommunikationskonzept ausgearbeitet mit dem sowohl der interne als auch der Kommunikationsfluss nach außen verbessert werden sollen.

Ankerpunkte der Integrationsarbeit sind in erster Linie der Spracherwerb und das Bewusstsein, dass eine gute Ausbildung wichtig für die Integration in der Gesellschaft sind. Die Stadt Dornbirn bietet schon seit mehreren Jahren Sprachkurse auf verschiedenen Ebenen an – sowohl für die Kinder als auch für Erwachsene. Die Kinder sollten schon im Kindergarten deutsch sprechen können. Fehlende Sprachkenntnisse in der Schule erschweren die spätere schulische Laufbahn erheblich. Neben den Sprachkursen für die Kinder ist es auch besonders wichtig, den Eltern bewusst zu machen, dass ihre Kinder deutsch lernen müssen. Informationen für Migranten wurden in den vergangenen Jahren über die Kampagne “Chancensprache Deutsch” vermittelt. Hier soll erneut angesetzt werden und den Eltern beispielsweise erklärt werden, dass die Kinder nicht ausschließlich türkisches Fernsehen schauen, sondern sich auch mit der deutschen Sprache – beispielsweise mit gleichaltrigen deutschsprachigen Kindern – beschäftigen sollten.

Dornbirner Familien mit türkisch-sprachigen Familien zusammen zu bringen und damit neue Familiennetzwerke zu schaffen ist eines der Ziele der Aktion “Familientreffpunkt im Kindergarten”, die mittlerweile auf neun Kindergärten ausgeweitet wurde. Auch hier geht es darum, den Eltern mit Migrationshintergrund zu erklären, dass sie ihren Kindern Bildungschance verwehren, wenn sie ihnen nicht die Möglichkeit bieten, vor dem Schuleintritt deutsch zu lernen.

Alle diese Maßnahmen und weitere werden sich in dem derzeit erarbeiteten Maßnahmenkatalog finden. Damit liegt eine Übersicht vor, die eine optimale Koordination und Zusammenarbeit ermöglichen. Die Maßnahmen werden vom Stadtrat beschlossen und deren Umsetzung laufend evaluiert. Die ohnehin vorbildliche Integrationsarbeit der Stadt Dornbirn wird dadurch noch schlagkräftiger. Der Maßnahmenkatalog soll dem Stadtrat noch heuer vorgelegt werden.

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