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Dornbirn steht zum Spital

Dornbirn investierte in den vergangenen Jahren 30 Millionen Euro in die Modernisierung des stadteigenen Spitals.
Dornbirn investierte in den vergangenen Jahren 30 Millionen Euro in die Modernisierung des stadteigenen Spitals. ©Stadt Dornbirn

Dornbirn. Um knapp sechs Prozent ist die Bettenauslastung am Dornbirner Stadtspital im letzten Jahr gesunken. Gründe sind die Erhöhung der Bettenzahl von 278 auf 284 und die Schließung einer Abteilung der “Internen” wegen Fachärztemangels. Noch dieses Jahr soll dieses Problem behoben werden. Der Chef der Abteilung Innere Medizin, Primar Dr. Guntram Winder, ist guter Dinge, dass die Durststrecke bald vorbei ist: “Im Herbst schließen Ärzte ihre Fachausbildung in unserer Abteilung ab. Dann können die neun Betten, die zur Zeit der Unfallabteilung zur Verfügung stehen, wieder von uns belegt werden.” Voraussetzung ist allerdings, dass die neuen Fachärzte tatsächlich im Spital weiter arbeiten werden.

“Zukunftsweisend”

Dornbirns Gesundheitsreferent Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele ist überzeugt, mit zukunftsweisenden Entscheidungen, angefangen von der Einrichtung der Tages­chirurgie über das Unfallchirurgie-Departement bis zum Brustgesundheitszentrum, das Leistungsangebot und auch die wirtschaftliche Situation wesentlich verbessert zu haben. Sparmaßnahmen aus budgetären Gründen, die auch im Krankenhaus ein Thema sind, werden sich ganz sicher nicht negativ auf die hohe Qualität der medizinischen Versorgung auswirken, versichert Rümmele. Wie in jedem anderen Krankenhaus des Landes ist die Ambulanz auch in Dornbirn eine äußerst kostenintensive Einrichtung, die sich negativ auf die Bilanz auswirkt. Einsparungen sind durchaus möglich, weiß SP-Stadtvertreterin Dr. Gabi Sprickler-Falschlunger: “In Dornbirn wird der Patient, der in die Ambulanz will, jetzt konsequent an den diensthabenden niedergelassenen Arzt, der vom Krankenhaus angerufen wird, weitergeschickt.” Das habe sich herumgesprochen und zu einer Entlastung der Ambulanz geführt. Die Dornbirner Grünen würden sich wünschen, dass mehr leitende Funktionen im Krankenhaus mit Frauen besetzt werden. “Wann gibt es die erste Primaria?” fragt Stadtvertreterin Edith Bösch. Vielleicht wird sie nicht mehr lange warten müssen, denn am Krankenhaus arbeiten immer mehr Ärztinnen. Das bestätigt auch Chefarzt Univ.-Prof. Harald Sparr: “Die Medizin wird weiblicher.”

Rechnungsabschluss

2009 verzeichnete das Spital Ausgaben in Höhe von 52,6 Millionen Euro, um über 860.000 Euro weniger als vorgesehen. Auf der Einnahmenseite wurden 37,6 Millionen verbucht. Trotz eines 15-Millionen-Euro-Abgangs, der zu einem beachtlichen Teil von der Stadt zu tragen ist, denkt niemand an eine Übergabe des Krankenhauses an das Land. Der Rechnungsabschluss, vorgelegt von Verwaltungsdirektor Mag. Otmar Fleisch, wurde von der Stadtvertretung einstimmig genehmigt.

Bilanz 2009:

Patientenaufnahmen: 18.927
Pflegetage: 91.823
Durchschnittliche Verweildauer: 3,82
Geburten: 1278

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