Dornbirn plant weiteres Biomasseheizwerk

Dornbirn - Die Stadt Dornbirn plant die Errichtung eines eigenen Nahwärmenetzes vom Werkhof an der Gütlestraße bis zum "Schulzentrum Markt".

Die Wärmeversorgung zahlreicher öffentlicher Ein¬rich¬tungen vom Werkhof über das Krankenhaus, das Schulzentrum Lustenauerstraße bis zu den Schulen in der Innenstadt (Volksschule, Hauptschule, Bundesgymnasium und das neue Sonderpädagogische Zentrum) und die Stadtbücherei könnte mit heimischer, nach¬wach¬sen¬der und selbst produzierter Biomasse erfolgen. Aber auch private Interessenten können an das Netz angeschlossen werden. Rund 3 Millionen Euro sind für die Anlagen zu investieren. Rund ein Drittel könnte über Förderungen zurückfließen. Der Stadtrat hat dem Projekt in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt und den Auftrag zur weiteren Planung erteilt.

Die Stadt Dornbirn ist mit rund 1400 Hektar Waldfläche (5000 ha sind es in Dornbirn insgesamt) bereits heute in der Lage, für die bestehenden Anlagen in der Fachhochschule, dem Rathaus, der inatura und dem Pflegeheim in der Höchsterstraße aber auch für das geplante neue Projekt die Eigenversorgung mit Hackschnitzel bereit zu stellen. Mit einer solchen Anlage, die im Werkhof gebaut würde, könnte ein großer Teil der benötigten Wärme entlang der Hinteren Achmühlerstraße bis in die Innenstadt umweltfreundlich zur Verfügung gestellt werden. Modernste Filteranlagen, wie sie in solchen Anlagen installiert werden, sorgen für eine schadstoffarme Verbrennung – auch hier steht der Umweltgedanke im Vordergrund.

Geplant ist die Errichtung einer Heizzentrale an der Westseite des Werkhofs. Zwei Holzkessel mit 1700 und 550 KW stellen die benötigte Heizleistung zur Verfügung. Ein Ölkessel sorgt für die notwendige Versorgungssicherheit des Netzes. Vom Werkhof ausgehend können verschiedene Projekte an die insgesamt 2,7 Kilometer lange Leitung angeschlossen werden. Interesse bekundet haben eine geplante Wohnanlage an der Hinteren Achmühlerstraße, das Projekt „Campus II“, das Pflegeheim Lustenauerstraße und das Krankenhaus, die Hauptschulen an der Lustenauerstraße, das Vereinshaus, die Volksschule und die Hauptschule Markt, das BG Dornbirn und das neue Sonderpädagogische Zentrum. Allein mit diesen Abnehmern könnte die Anlage umweltfreundlich und wirtschaftlich betrieben werden. Insgesamt sind rund 13.000 Schüttraummeter Hackschnitzel erforderlich. Der Gegenwert von rund 750.000 Tonnen Heizöl kann damit eingespart werden.

Die von den VKW vorgelegte Vorstudie – sie wurde von der Stadt Dornbirn in Auftrag gegeben – bescheinigt dem Projekt eine hohe Effizienz. Bei erwarteten weiteren Steigerungen der Kosten für fossile Energieträger steigt die Wirtschaftlichkeit. Die mögliche Eigenversorgung der Anlage durch die Stadt Dornbirn selbst ist ein wichtiger Schritt zu mehr Unabhängigkeit und ist auch im Umweltprogramm der Stadt verankert. In den kommenden Wochen sollen die Planungen für das Projekt vertieft werden. Eine Realisierung wäre bereits Ende 2009 möglich.

Quelle: Stadt Dornbirn

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