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Dornbirn: Kandidaten gibt es genug

Dornbirn (VN) - Die Bürgermeister-Nachfolge in Dornbirn ist frühestens in zweieinhalb Jahren ein Thema.

Vor einem halben Jahr wurde Wolfgang Rümmele bereits zum zweiten Mal bei Gemeindewahlen mit deutlicher Mehrheit zum Dornbirner Bürgermeister gekürt. Der 64-Jährige will nach eigener Aussage die fünfjährige Amtsperiode zu Ende führen, sofern es die Gesundheit erlaubt. Sollte er schon drei Jahre nach der Wahl, also frühestens 2013, den Hut nehmen, kann die Stadtvertretung das neue Stadtoberhaupt wählen. Das wäre eine sichere Sache für die ÖVP, da sie über die absolute Mehrheit verfügt. Ginge Rümmele früher, müsste laut Gemeindegesetz das Volk entscheiden. Dass an der Spitze der größten Stadt des Landes ein politisches Schwergewicht, wie es Rümmele ist und es seine Vorgänger Rudi Sohm und Karl Bohle waren, erwartet wird, ist in schwarzen Kreisen unumstritten. Die Frage ist nur, wer die besten Chancen hat. Als logischer Nachfolger gilt Langzeit-Vizebürgermeister Martin Ruepp. Er weiß, wie in Dornbirn der Hase läuft. Der 55-jährige Politiker genießt das Vertrauen seines Chefs, er vertritt ihn in letzter Zeit auffallend oft bei Veranstaltungen. Allerdings muss er immer wieder bei unangenehmen politischen Entscheidungen den Kopf hinhalten, angefangen von der umstrittenen Hundeverordnung bis zur unpopulären Bewirtschaftung von Parkplätzen.

Erfolge verbucht

Als oberster Kontrolleur von städtischen Bauvorhaben kann er Erfolge verbuchen: Seit dem Finanzdesaster beim Messestadion gibt es kaum noch Kostenüberschreitungen bei öffentlichen Bauprojekten. Weniger erfolgreich ist er im Karrenstreit: Es ist ihm nicht gelungen, eine Einigung über ein Wegerecht zu erzielen. Das schaffte allerdings auch sein Vorgänger an der Spitze der Seilbahngesellschaft, Rudi Sohm, nicht.

Frau an der Spitze?

Intern werden aber auch andere Namen genannt. Die Chancen, dass in Dornbirn erstmals eine Frau ins Chefbüro des Rathauses einziehen könnte, sind durchaus gegeben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Andrea Kaufmann, die aus der Stadtregierung in die Landesregierung übersiedelt ist, ihre politische Karriere wieder in Dornbirn, allerdings als Bürgermeisterin, fortsetzt. An Erfahrung fehlt es der 41-Jährigen sicher nicht. Die Frage ist, ob die Zeit reif für eine Frau an der Spitze der größten Stadt des Landes ist. Es ist kein Geheimnis, dass sich ÖVP-Politiker Christoph Winder als Rümmele-Nachfolger vorstellen könnten. Winder ist zwar erst 35, aber beileibe kein politisches Greenhorn: Er ist Mitglied der Dornbirner Stadtvertretung und Landtagsabgeordneter. Ein Überraschungskandidat wäre er deshalb nicht. Josef Moosbrugger, 44, hingegen schon. Es ist derzeit eher unwahrscheinlich, dass der langjährige Stadtrat und Landwirtschaftskammerpräsident Ambitionen hat, seinen sicheren Job in der Kammer aufzugeben, um das Zepter in Dornbirn in die Hand zu nehmen.

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