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"Dornbirn ist immer ein Highlight"

Die deutschen Schüler bekamen einen Einblick in die Vorarlberger Arbeitswelt.
Die deutschen Schüler bekamen einen Einblick in die Vorarlberger Arbeitswelt. ©Laurence Feider
eurobors 2011

Schüleraustausch “eurobors” des Poly Dornbirn feierte runden Geburtstag.

Dornbirn. Zehn Jahre ist es her, dass die ersten Schüler aus dem deutschen Friesenheim zu Besuch im Ländle waren. Letzte Woche war es wieder soweit, 26 fünfzehn bis sechszehnjährige Jugendliche hatten Staats- und Dialektgrenze überschritten und tauschten ihre Heimat für eine Woche gegen einen Gastaufenthalt in Dornbirn. “Eurobors” (Europäische Berufsorientierung in der Schule) heißt das ambitionierte Projekt der Polytechnischen Schule Dornbirn (PTS) und der Haupt- und Realschule Friesenheim, das es Schülern ermöglicht über den Tellerrand zu schauen und berufliche Erfahrungen im europäischen Ausland zu sammeln. “Die Teilnehmer erhalten durch das Praktikum außerhalb ihres Heimatlandes eine wertvolle vorberufliche Qualifikation und Entscheidungshilfe zur Berufsfindung”, erklärt Christian Weiskopf der das Projekt gemeinsam mit Christa Giesinger von österreichischer Seite aus betreut. “Außerdem erweitern die Schüler ihre Kompetenzen als Bürger der europäischen Staatengemeinschaft durch Einblicke in die Arbeits- und Freizeitwelt der Partnerländer.”

Untergebracht waren die Jugendlichen aus dem 300 km entfernten Friesenheim in Dornbirner Gastfamilien. Nach einem Empfang mit Schnitzeljagd an der PTS und einer privaten Kennenlernrunde am Sonntag, ging es für die Austauschschüler am Montag zu ihren jeweiligen Praktikumsplätzen in 25 Betrieben in Dornbirn und Umgebung. Am Dienstag gab es für die Friesenheimer Begleitlehrer Thomas Halder und Alexander Schorpp gemeinsam mit der Dornbirner Delegation einen Empfang bei Landesschulinspektorin Karin Engstler und Bezirksschulinspektor Arno Wohlgenannt. Nach zehn Jahren Projektzusammenarbeit ist das Verhältnis der deutschen und österreichischen Lehrer längst über das reine Kameradschaftsstadium hinausgewachsen. “Dornbirn ist für uns immer ein Highlight im Schuljahr”, erzählte Alexander Schorpp, der es sich nicht nehmen läßt die Schülerdelegation alljährlich zu begleiten.

Am Mittwoch stand ein gemeinsamer Winterspaßtag mit Schifahren, Snowboarden und Rodeln auf dem Programm. Donnerstag und Freitag sammelten die Austauschschüler weitere berufliche Erfahrungen und erkundeten gemeinsam mit ihren Gastgebern die Dornbirner Szene. Spätestens dort fielen endgültig die anfänglichen Sprachbarrieren und die internationale Verständigung funktionierte dialektüberschreitend. Am Freitagabend gab es die schon traditionelle feierliche Verabschiedung am Poly Dornbirn bevor sich die deutschen Schüler am Samstag wieder auf die Heimreise machten. Ein zufriedenes Resümee gab es seitens der Projektbetreuer. “Für “eurobors” ist ein funktionierendes Dreieck zwischen Schule-Eltern-Wirtschaft unerläßlich. Alles hat bestens geklappt und wir freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen der Eltern, Schüler und Betriebe”, so Christian Weiskopf. Ein Trost für die Schüler denen der Abschied von den neugewonnenen Freunden am Samstag schwerfiel, bleibt der geplante Gegenbesuch der Dornbirner Schüler in Friesenheim Anfang April.

Umfrage: Wie hat dir die “eurobors”-Woche gefallen?

David, 14 Jahre, Poly Dornbirn.
Es war eine tolle, lustige Woche. Ich habe mich mit meinem deutschen Gastschüler Andreas sehr gut verstanden, habe ihm Dornbirn gezeigt und erklärt und ihm das Rodeln beigebracht. Wir hatten viel Spaß und eine gute Zeit. Ich freue mich schon auf unseren Gegenbesuch in Deutschland.

Mario, 16 Jahre, Friesenheim.
Die Woche hat mir sehr gut gefallen, ich habe viel gesehen und gelernt. Mein Praktikum habe ich bei Toyota Ellensohn und Zweirad Loitz gemacht. Meine Gastfamilie ist spitze und wir haben viel gemeinsam unternommen. Das Projekt insgesamt ist super, weil es einfach Spaß macht.

Chiara, 16 Jahre, Poly Dornbirn.
Am Anfang hatte ich leichte Verständigungsprobleme mit meiner Austauschschülerin Anne. Wir haben uns aber täglich besser verstanden und uns angefreundet. Die gemeinsame Zeit war total schön- aber zu kurz- wir werden bis zu unserem Besuch in Deutschland in Kontakt bleiben.

Helen, 16 Jahre, Friesheim.
Zuerst fand ich es komisch hier zu sein, alles war so anders und ich habe fast kein Wort verstanden. Meine Gastmutter war voll nett und auch mein Praktikumsplatz hat mir gut gefallen. Es war toll neue Leute kennenzulernen und zu sehen wie man woanders lebt und arbeitet.

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