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Dornbirn erstellt Schulkonzept

Dornbirn - Die Stadt Dornbirn wird für die zukünftige Entwicklung ihrer Schulen ein eigenes Schulkonzept erarbeiten. Das Konzept betrifft die Volks- und die Hauptschulen, das Sonderpädagogische Zentrum, die Fachschule für Wirtschaftliche Berufe sowie die Polytechnische Schule.

Bei den genannten Schultypen ist die Stadt als Schulerhalter für die Bereitstellung der Gebäude und der Ausstattung zuständig. Ziel des Konzepts ist es, die Erfordernisse für die kommenden Jahre festzustellen und notwendige Adaptionen vorausschauend zu planen. Dem Schulkonzept werden detaillierte Prognosen und Analysen zugrunde liegen. Ein Maßnahmenkatalog wird die notwendigen Schritte definieren. Für die kommenden drei Jahre wird die Stadt rund 13 Millionen Euro in den Neubau des Sonderpädagogischen Zentrums sowie in die Sanierung der Volksschule Wallenmahd und der Hauptschule Markt investieren. Diese Maßnahmen sollen mit dem Schulkonzept abgestimmt werden.

Konzepte sind notwendig, um einen Überblick der aktuellen Situation und die Erfordernisse zukünftiger Entwicklungen darstellen zu können. Diese Informationen sind wiederum die Grundlage für zukünftige Entscheidungen über notwendige Investitionen. Gerade im Schulbereich sind Veränderungen in den kommenden Jahren absehbar. Sinkende Schülerzahlen bei stärkerer Individualisierung des Unterrichts erfordern veränderte Raumprogramme, die in den bestehenden Gebäuden zunächst geplant werden müssen. Die Sanierung der Volksschule Wallenmahd wird bereits unter diesen neuen Gesichtspunkten vorbereitet. Würde hier schon im kommenden Jahr gebaut, würde man sich einiges „verbauen”.

Rund 17% werden die Schülerzahlen bis zum Jahr 2031 – das ist der Planungshorizont des neuen Schulkonzepts – zurückgehen. Detail am Rande: für Dornbirn sind in diesem Jahr rund 50.000 Bewohnerinnen und Bewohner vorhergesagt. Die Prognose der Bevölkerungsentwicklung basiert auf vielen Daten: unter anderem auf der Bevölkerungsbewegung der vergangenen 20 Jahre und den Prognosen aus dem Planungsprojekt „Vision Rheintal”. Neben den erwarteten Bevölkerungszahlen wurden auch die möglichen zukünftigen pädagogischen Entwicklungen bei der Erstellung des Konzepts berücksichtigt. Hier führt die Tendenz eindeutig zu stärkerer Individualisierung des Unterrichts, was wiederum veränderte Anforderungen an das Raumprogramm nach sich zieht. Zukünftig werden mehr Räume für Gruppenarbeit benötigt. Auch wird davon ausgegangen, dass bis 2031 rund 50% der Schülerinnen und Schüler in den Schulen eine Tagesbetreuung besuchen werden. Die Prognosen zur pädagogischen Entwicklung wurden mit einem Fachteam abgestimmt.

Die Grundlagen für das Schulkonzept wurden von der Stadtplanung in den vergangenen Monaten erarbeitet. Neben der Analyse der Bevölkerungsentwicklung und der Formulierung der wesentlichen Aspekte der zukünftigen Pädagogik in den Pflichtschulen wurden auch die bestehenden Schulgebäude untersucht und der aktuelle Stand genau dokumentiert. Das bestehende Raumprogramm wird nun mit den Prognosen der kommenden Jahre zusammengeführt. Daraus entsteht ein Maßnahmenkatalog, der ebenfalls festgeschrieben werden soll. Die Sanierung der Volksschule Wallenmahd wird bereits unter diesen Gesichtspunkten geplant.

Hohe Investitionen in Schulneubau und Schulsanierung

Als erste Maßnahmen aus dem Schulkonzept – unter Berücksichtigung der Prognosen und Ergebnisse – wird die Stadt Dornbirn in den kommenden drei Jahren drei große Schulprojekte abwickeln. Rund 13 Millionen Euro sollen in den Neubau des Sonderpädagogischen Zentrums, die Generalsanierung der Volksschule Wallenmahd und den Abschluss der Generalsanierung der Hauptschule Markt investiert werden. Darüber hinaus werden in den anderen 15 Volksschulen, 5 Hauptschulen und der Polytechnischen Schule laufend Instandhaltungen durchgeführt. Mehr als 20 Millionen Euro waren es in den vergangenen 10 Jahren. Für das kommende Jahr sind rund 5,7 Millionen € in Bauten und Instandhaltungen im Schulbudget vorgesehen.

Dornbirns Pflichtschulen befinden sich in einem ausgezeichneten Zustand. Das Niveau der Gebäude, der Ausstattung und des Umfelds wurden zuletzt bei der Gymnaestrada „international” getestet. Hier gab es von den in den Schulen untergebrachten Teilnehmern höchstes Lob. Die laufende Pflege und Instandhaltung erfordert jährlich hohe Beträge. Darüber hinaus ist es in bestimmten Zyklen auch notwendig, bei Schulen größere Sanierungen durchzuführen. In den Bergschulen kamen diese teilweise Neubauten gleich – beispielsweise in Winsau, Kehlegg oder Heilgereuthe.

HS Markt, Sonderschule, VS Wallenmahd

Die Hauptschule Markt erfährt derzeit eine Generalsanierung. Um die Belastung während des Schuljahres möglichst gering zu halten, wurden die Baumaßnahmen in Etappen aufgeteilt. Für das kommende Jahr ist geplant, drei Klassenräume im ehemaligen Direktionstrakt einzurichten sowie die Werkräume zu sanieren. Im Jahr 2010 werden umfassende Planungsarbeiten für die letzte Etappe erfolgen – auch hier werden die Ergebnisse des Schulkonzepts Einfluss finden. Die Sanierung des Klassentrakts ist für 2011 vorgesehen. Dann, wenn die erforderliche Ausweichschule – die Schüler müssen für rund ein halbes Jahr ausziehen – nicht mehr vom Sonderpädagogischen Zentrum benötigt wird.

Für die Schülerinnen und Schüler des SPZ muss eine solche Ausweichschule bis September des kommenden Jahres errichtet werden. Derzeit wird geprüft, ob eine Containerlösung sinnvoll ist oder ein Provisorium in einer bestehenden Halle kostengünstiger sein kann. Ausziehen müssen die Schüler, weil das bestehende Gebäude nach dem Schuljahr 2008/2009 im nächsten Juli abgebrochen wird. Diese Ausweichschule stünde dann in weiterer Folge ab Februar 2011 den Schülern der HS Markt zur Verfügung, was wiederum eine deutliche Kostenreduktion mit sich bringen wird.

Für die Gesamtsanierung der Volksschule Wallenmahd werden im kommenden Jahr die Planungen durchgeführt. Anschließend ist die Gesamtsanierung von Jahresbeginn 2010 bis zum September des Jahres geplant.

20 Millionen Euro in 10 Jahren

In laufende Sanierungsmaßnahmen für die Pflichtschulen hat die Stadt in den vergangenen 10 Jahren mehr als 20 Millionen € investiert. Neben kleineren Reparaturen waren auch immer wieder größere Adaptionen notwendig.

Quelle: Stadt Dornbirn

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