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Dornbirn eine Block-Stadt?

Viele Wohnanlagen in Dornbirn passen für Mathias Wolf nicht ins Stadtbild.
Viele Wohnanlagen in Dornbirn passen für Mathias Wolf nicht ins Stadtbild. ©cth
Dornbirn eine Block-Stadt

Dornbirn. Diese Woche regt Mathias Wolf rund um das Thema Bebauung in der Stadt Dornbirn zur Diskussion an. “Ich weiß ja nicht, ob ich alleine im Feld stehe mit der Meinung, dass Dornbirn immer mehr zu einer Block-Stadt verkommt. Was ich damit meine ist, dass man bei uns leider viele alte, meist schöne und gut erhaltene Häuser abbricht, um dort eine Wohnanlage mit mehreren Parteien zu erbauen. Ist es wirklich notwenig diese Bauwerke, die meist ein Schandfleck für die doch so grüne Gartenstadt Dornbirn sind zu errichten?”, lautet seine Frage.

Als Beispiel nennt er eine Wohnanlage in der Fischbachgasse. “Dort wurde ein recht großes Grundstück an eine Baugesellschaft verkauft und zwei Wochen später stand schon ein großes Schild dort – Wohnen im Grünen, 2-, 3- und 4-Zimmer Wohnungen zu verkaufen. Doch das Gemeindeblatt, die VN usw. sind voll von Verkaufs- und Vermietungsanzeigen für Wohnungen”, so Wolf. “Was mich aber am meisten stört, ist, dass keine Rücksicht genommen wird. Nicht einmal in stadtnahen Bezirken, die für schöne Villen und alte Häuser sprechen – siehe Thomas-Rhomberg Straße oder ganz raffiniert ein Restaurant oder eine Bar wie beispielsweise am Bahnhof mit hinein zu pressen”, so Herr Wolf abschließend. Auch Markus Feurstein sieht das ähnlich: “Wenn eine Familie in Dornbirn eine Wohnung benötigt, stellt sich das Problem, dass z.B. Vierzimmerwohnungen um 1560 Euro angeboten werden. Das sind Preise, die vor wenigen Jahren bei uns noch utopisch waren. Hauptsache es wird gebaut. Jeder grüne Fleck wird zu betoniert”, erklärt Herr Feurstein.

Als Beispiel nennt er die neue Wohnanlage beim Bahnhof Schoren. “Zig Wohnungen, eine Architektur die zum Himmel schreit und Beton wohin das Auge reicht. Wohnungen die für Familien überhaupt nicht passen. Im hinteren Abschnitt war einmal ein Park geplant, an dessen Stelle nun ein Pflegeheim errichtet wird”, so Feurstein. Josef Wohlgenannt von der Stadt Dornbirn gibt folgende Stellungnahme dazu ab: “Das gesamte Vorarlberger Rheintal verstädtert sich. Grund und Boden sind knapp, gerade auch im Rheintal. Man kann daher die Städte und Gemeinden nicht endlos in die Grünräume hinaus wachsen lassen. Über die Notwendigkeit der Erhaltung der großen, zusammenhängenden Grünflächen im Rheintal und auf den Berghängen dürfte denn auch Konsens herrschen. Aus diesem Grund müssen die vorhandenen Bauflächen auch besser genutzt werden: durch Mehrwohnungshäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser etc. Bereits seit vielen Jahren wohnt auch in Dornbirn mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Wohnanlagen. Die Stadt Dornbirn hat deshalb schon früh Grünflächen innerhalb des Stadtgebietes gekauft bzw. gesichert und als Grünflächen gestaltet.”

Beispiele für einige angekaufte bzw. gesicherte Grünflächen der Stadt Dornbirn:
– Stadtgarten im Zentrum (20.000 m)
– Hermann-Gmeiner-Park im Erlgrund (50.000 m)
– Staufenblick an der Badgasse (28.000 m)
– Forachwäldchen samt Erlebnisspielraum (11.000 m)
– Grundstück in Kastenlangen (5.000 m)
– Grundstück an der Schlossgasse im Zentrum Oberdorf (1.800 m)
– Grundstück im Zentrum Rohrbach sdl. der Kirche (9.000 m)

 

 

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