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Dornbirn am Mittwoch "in Lehrerhand"

Dornbirn - Die Plattform "Pro Bildung" mit der Vorarlberger Lehrer­initiative (VLI) und der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft (UBG) an der Spitze hat sich schon vergangene Woche für marschwillig erklärt, jetzt ist auch die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst definitiv dabei.

Am Mittwoch ab 14 Uhr treffen sich Lehrer aller Schultypen beim Bahnhof in Dornbirn.  Von dort geht es zum Marktplatz, wo dann um 15 Uhr eine große Kundgebung auf dem Programm steht. Was im Mittelpunkt dieses Protests steht, ist klar: Es geht gegen die geplante Unterrichtserhöhung. Der Kompromiss von Ministerin Schmied, diese Erhöhung von zwei Stunden auf eine zu reduzieren, ist den Lehrern nicht genug. Standesvertreter der Pädagogen wollen zudem ihre Vorstellungen einer Bildungsreform darlegen. Gestern Nachmittag trafen sich die Spitzen der GÖD Vorarlberg in Bregenz. „Nach den Verhandlungsergebnissen von Wien war klar, dass wir uns am Protest beteiligen. Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Vorarlberg mit Eugen Lampert als Vorsitzenden hat uns Lehrern grünes Licht gegeben”, berichten die GÖD-Lehrervertreter Werner Nesensohn und Robert Lorenz. Am Protest beteiligt sich auch die Sozialistische Jugend Vorarlbergs. Insgesamt stehen zehn Redebeiträge der Lehrervertretung auf dem Programm. Unterstützt wird schon jetzt der geplante Lehrer-Protesttag am 23. dieses Monats in Wien von der UBG und der VLI. Die GÖD Vorarlberg erwähnt diese Veranstaltung in ihrer offiziellen Aussendung noch nicht.

Und die Schüler?

Inwiefern sich auch Schüler an den Protestmaßnahmen ihrer Lehrer beteiligen, ist nicht absehbar. „Es wurde nichts organisiert”, so Alina Bachmayr von der Aktion Kritischer Schüler. Nicht gerne sähe Schullandesrat Siegi Stemer eine Teilnahme von Schülern an der Kundgebung. „Weil das eine Sache der Lehrer ist. Wenn sich Schüler daran beteiligen, kann leicht der Eindruck entstehen, dass diese von den Lehrern instrumentalisiert wurden.” Ob Schüler, die zu diesem Zeitpunkt Unterricht hätten, trotzdem teilnehmen dürfen, überlässt Stemer den Schulen. „Nur wenn für nicht volljährige Schüler eine ausdrückliche Genehmigung der Eltern vorliegt, bekommen sie frei”, sagt etwa BRG-Schoren-Direktor Norbert Häfele. Genauso gehandhabt wird das auch an der HAK in Lustenau, während BG-Dornbirn-Direktor Klocker eine Freistellung seinen Klassenvorständen überlässt. Nachsatz: „In Frage kommen dafür ohnehin sehr wenige. Weil kaum jemand zu dieser Zeit Unterricht hat.”

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