Dorfbewohner griffen burmesische Soldaten an

©AP
Rund 1000 Dorfbewohner haben in einem östlichen Vorort der burmesischen Metropole Rangun (Yangon) einen Armeelastwagen angegriffen und die Soldaten mit Steinen beworfen. Die Soldaten haben mit Tränengas zurückgeschossen und die Menge zerstreut.

Die Dorfbewohner ließen offenbar ihre Wut über die Erstürmung des buddhistischen Klosters Ngwe Kyar Yan Donnerstag Früh, bei der Mönche festgenommen und der Abt geschlagen wurde, an den Soldaten aus. Ein Offizier, der den Truppentransport zum Kloster befehligt hatte, soll nach Augenzeugenberichten seine eigenen Soldaten geschlagen haben, als sich diese weigerten, das Kloster anzugreifen. Nach der Erstürmung soll es zu Zusammenstößen zwischen Soldaten und Anrainern gekommen sein. Viele Leute schrien und weinten aus Zorn.

Es sei unmöglich zu glauben, “dass die Regierung die heiligen Mönche so brutal misshandelt”, meinte ein Anrainer, der Zeuge der Vorgänge geworden war. “Die Regierung tut das nicht für die Stabilität. Das ist ein Sakrileg an der Religion, an die wir glauben.”

Ähnliche Szenen wurden auch an der Kreuzung zwischen Kyaikasan Road und Leydaungkan Road im Osten Ranguns beobachtet. Hunderte Menschen blockierten die Straße und stellten sich gegen die Soldaten. Nachdem sie Warnschüsse abgefeuert hatten, attackierten die Soldaten die Protestierenden. Hunderte wurden auf Lastwagen geladen und in den nahen Kyaikasan-Park gebracht, wo sie festgehalten wurden.

Die Proteste wurden Donnerstag abend fortgesetzt. Berichten zufolge marschierten tausende Menschen aus dem Viertel Ahlone in Richtung Kyimyiutine im Westen Ranguns. „Es gibt Leute, die bereit sind zu schießen und Leute, die zum Sterben bereit sind“, erklärte ein westlicher Diplomat. Die meisten Mönche hielten sich von den Protesten am Donnerstag fern. Bis zu 100 Mönche sollen festgenommen worden sein.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Dorfbewohner griffen burmesische Soldaten an
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen