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Doren investiert in die Zukunft

Die Jugend in Doren redet mit
Die Jugend in Doren redet mit ©Gemeinde Doren
Sanierung der Mittelschule, Straßenerneuerung und Jugendbeteiligung in Doren.

Doren (ak) Mit Gesamtausgaben von 5.210.000 Euro und Gesamteinnahmen von 5.008.000 sowie einer Finanzkraft über 975.600 Euro wurde in Doren einstimmig budgetiert. Die mit 8,5 Millionen Euro veranschlagte Sanierung der Mittelschule Doren dürfte mit Sicherheit einen der größten Kostenpunkte der nächsten Jahre darstellen. Allerdings, so Bürgermeister Guido Flatz, stünden neben der Generalsanierung der Schule noch weitere Projekte in der Gemeinde an. So müsse die Gemeindestraße Bozenau dringend saniert werden, darüber hinaus erfordere der Schutzwasserbau hohe finanzielle Mittel. Dieses Jahr soll auch der Gemeindeentwicklungsprozess, die VN-Heimat berichtete, weitgehend abgeschlossen werden.

Straßenbau, Schutzwasserbau

Von der L4 ausgehend führt eine Straße in den Ortsteil Bozenau (Bregenzerachcamping). Diese soll nun auf einer Gesamtlänge über zwei Kilometer saniert und durchgehend asphaltiert werden. Laut Flatz soll der gesamte Unterbau erneuert sowie die Entwässerung verbessert werden. Die Gemeinde rechnet mit 350 000 Euro Kosten. Ein weiteres Projekt sieht Maßnahmen beim Kreierbach sowie dem sogenannten Lehrergraben vor. Nach deren Verbauung sollen die beiden Gewässer bei Hochwasser keine Gefahr mehr darstellen.

„Dorener Gschlief“
Seit Jahrhunderten ist das „Dorener Gschlief“ in Bewegung. Der letzte große Hangrutsch ereignete sich im Jahr 2007. Die Abrisskante des Hanges komme der Dorener Hauptstraße immer näher und gäbe immer wieder Anlass zur Sorge, so der Bürgermeister. Nach ausführlichen Gesprächen mit Geologen und betroffenen Anrainern sollen nun weitere Maßnahmen getroffen werden. Um den Wasserdruck im „Gschlief“ zu verringern, sollen die im Vorjahr getätigten Horizontalbohrungen mit Kies aufgefüllt werden. Der Zufahrtsweg zur Gefahrenstelle wurde erneuert, weitere Bohrungen stehen bevor. „Dieses Problem wird uns noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte begleiten“, befürchtet der Gemeindechef.

Gemeindeentwicklung
„Wer in Doren wohnt, schätzt die ruhige Lage, die Nähe zur Natur, das Panorama und insgesamt die Wohnqualität“, ist Bürgermeister Guido Flatz überzeugt. Zu dieser Erkenntnis gelangte der Gemeindechef nach einer Umfrage, die das Institut für Standort-, Regional- und Kommunalentwicklung (ISK) in Zusammenarbeit mit der Gemeinde im Zuge des Gemeinde-Entwicklungsprojekts „Zukunft Doren“ durchführte. Dieser beinhaltete Themen wie Verkehrskonzept und Zentrumsentwicklung, Nahversorgung, Jugend und Freiräume. Mehrere Projekte befinden sich bereits in der Umsetzung. So soll bereits am kommenden Samstag der erste Jugendbeteiligungstag in Doren stattfinden.

Liebeserklärung an Doren
„Dora – I’m lovin it!“ Unter diesem Motto wurde der Jugendbeteiligungstag von neun engagierten Mädchen vorbereitet und gemeinsam mit den Leitern des Jugendraums „No.Name“ Thomas Amann und Marco Huber diskutiert. Doren für junge Leute … passt alles so wie es ist? Mit einem selbst gestalteten Flyer laden die Jugendlichen sowie deren Vertreter und Bürgermeister Guido Flatz alle 13 bis 17-jährigen am Samstag ein, ihre Anliegen einzubringen und gemeinsam interessante Projekte umzusetzen. Der Jugendbeteiligungstag wurde von Jessica Bechter, Christina Lingenhel, Veronika Angelina Kohler, Laura Lingenhel, Rebecca Lürzer, Teresa Österle, Magdalena Huter, Mahima Azhathu und Martina Gasser vorbereitet. „Es hat mir viel Spaß gemacht, diese Veranstaltung zu organisieren und ich freue mich auf viele interessierte Jugendliche“, so Laura Lingenhel. Und Guido Flatz: „Besonders freue ich mich auf Ideen und Projekte, bei denen sich die Jugendlichen selbst einbringen
und aktiv beteiligen können.“

Projekte in bestehende Strukturen einbauen
Zu Beginn des Nachmittags wollen die Jugendlichen Themenvorschläge sammeln, die ihnen wichtig erscheinen. Anschließend werden diese in Kleingruppen aufgearbeitet und Ideen und Projekte konkretisiert. Was dabei herauskommt, soll der Gemeindevertretung präsentiert und die weitere Vorgehensweise besprochen werden. Als Projektbegleiterin agiert Annemarie Felder. Beim Jugendbeteiligungstag wird auch Agnes Hollenstein von der Offenen Jugendarbeit Bregenzerwald mit dabei sein. Sie zeichnet verantwortlich, dass Projekte gut in bestehende Strukturen eingebunden werden. Welche Freiräume brauchen die jungen Menschen heute? Mit diesem Thema befasst sich Maria-Anna Moosbrugger, die das Spiel- und Freiraumkonzept für die Gemeinde Doren erstellt. Im Anschluss an die Diskussionen wird bei einer After-Show-Party im Jugendraum No.Name gefeiert. Die Jugendbeteiligung in den Gemeinden wird vom Land Vorarlberg finanziell unterstützt und gefördert.

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