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"Don't Smoke": Experten im Gesundheitsausschuss für bleibendes Rauchverbot

Die Mediziner im Gesundheitsausschuss verwiesen auf die tödlichen Gefahren des Rauchens.
Die Mediziner im Gesundheitsausschuss verwiesen auf die tödlichen Gefahren des Rauchens. ©APA/HANS PUNZ
Im Gesundheitsausschuss des Nationalrats sprachen sich am Dienstag die von den Oppositionsparteien gestellten Experten allesamt für ein Rauchverbot aus. ÖVP und FPÖ zeigten sich dennoch unbeeindruckt.
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Der von den NEOS eingeladene Gesundheitswissenschafter Florian Stigler betonte, das es kaum ein so gut erforschtes medizinisches Feld gebe, wie die Tabakprävention. Sie sei “wirksam und hat keine Nebenwirkungen”. Vor allem eine rauchfreie Gastronomie spiele eine zentrale Rolle. “Jede Verzögerung würde Menschenleben kosten”, betonte er.

Krebsspezialist Christoph Zielinski, von der SPÖ nominiert, verwies auf Daten des Surgeon General in den USA. 90 Prozent der Todesfälle durch Lungenkrebs, 61 Prozent der tödlichen Lungenerkrankungen und 32 Prozent der tödlichen Herzerkrankungen seien demnach durch das Rauchen verursacht. Er verwies auf das große, durch das Rauchen verursachte Leid. “Sie alle meine Damen und Herren haben es in der Hand, dieses Leid zu lindern”, sagte er: “Oder eben nicht.”

Auch Schwester von Kurt Kuch anwesend

Die von der Liste Pilz eingeladene Palliativmedizinerin Daniela Jahn-Kuch, Schwester des an den Folgen des Rauchens verstorbenen Journalisten Kurt Kuch, nannte die Auswirkungen des Passivrauchens auf die kindliche Entwicklung. “Es gibt keinen Grenzwert, unter dem kein gesundheitliches Risiko besteht”, erklärte sie. Wo nicht in der Gastronomie geraucht werde, werde das auch zu Hause signifikant weniger getan, hätten internationale Studien ergeben. “Daher ist das die beste Maßnahme.”

Ökonomin stand auf Seiten der FPÖ

Vor der Einschränkung der unternehmerischen Freiheit durch ein Rauchverbot und der Frage, ob man Kapitalismus oder Planwirtschaft wolle, warnte hingegen die wirtschaftsliberale Ökonomin Barbara Kolm für die FPÖ. Auch von Eigenverantwortung redete sie. Es gebe “auch die Freiheit, dass man sich selbst schädigt”.

ÖVP-Vertreterin für höheres Raucherschutzalter

Die ÖVP entsandte Leiterin der Abteilung Jugendpolitik im Kanzleramt, Zlata Kovacevic, lobte die Absicht der Länder, dass Raucherschutzalter von 16 auf 18 Jahre anzuheben. Je früher zu rauchen begonnen werde, desto schwieriger sei es, wieder aufzuhören.

SPÖ fordert Volksabstimmung

Zu Sitzungsbeginn brachte SPÖ-Gesundheitssprecherin Pamela Rendi-Wagner einen Antrag ein, die von ÖVP und FPÖ angepeilte Aushebelung des Rauchverbots noch vor Inkrafttreten im Mai einer verbindlichen Volksabstimmung zu unterziehen. Gerald Loacker (NEOS) hoffte im Vorfeld auf das Gewissen der schwarz-blauen Abgeordneten, Peter Kolba von der Liste Pilz auf das Obsiegen der Gesundheitsargumente über jene der Ökonomie.

ÖVP-Gesundheitssprecherin Gaby Schwarz erteilte all dem aber eine Absage. Es gebe eine große Einigkeit unter ihren ÖVP-Kollegen, die Koalitionsvereinbarung mit der FPÖ einzuhalten, sagte sie vor Journalisten. Stellungnahmen seitens der FPÖ-Abgeordneten wurden vor der Sitzung verweigert.

(APA/red)

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