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Doch kein Flop

Das vom ÖVP-nahen Familienbund initiierte Familienvolksbegehren hat 183.151 Unterschriften erreicht. [17.9.99]

In den ersten Eintragungstagen war das Volksbegehren nur sehr schleppend angelaufen, das erreichen der 100.000-er-Marke schien unsicher. Aufgrund des Fristenlaufes muss das Volksbegehren vom neuen Nationalrat, der sich nach der Wahl am 29. Oktober konstituieren wird, behandelt werden.

Hauptforderung des Volksbegehrens sind bessere Lebensbedingungen für Familien, konkret „Karenzgeld für alle“ bzw. dessen Ausweitung auf drei Jahre. Gefordert wurden außerdem der „gemeinsame arbeitsfreie Sonntag für die gesamte Familie“, mehr Teilzeitarbeitsplätze, „bedarfs- und kindgerechte Versorgung durch Kinderbetreuungsangebote“ sowie die volle Übernahme von Kosten für Zahnspangen durch die Krankenversicherungsträger.

Familienministrin Prammer sieht ihre Politik durch die Platzierung des Familienvolksbegehrens bestätigt. Die jungen Menschen seien mehr an den richtigen Rahmenbedingungen und weniger an unfinanzierbaren „Wahlzuckerln“ interessiert.

Die Rahmenbedingungen, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, seien vom Familienvolksbegehren in keiner Weise angesprochen worden, so die Ministerin. Die Erklärung für das aus ihrer Sicht mäßige Abschneiden der Initiative sei einfach: „Die Menschen in Österreich wissen, was sie an der Familienpolitik Gutes haben.“

In Vorarlberg wurden etwa 1.800 Unterschriften gezählt.
Auch hier hätte man sich mehr erwartet. Dazu die Obfrau des Vorarlberger Familienbundes Inge Sulzer:

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(Bild: VN; O-Ton:
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