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DJs, junges Publikum und ein Mäzen: Sechs Jahre im Salzburger Jazzit

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Jazzit einen Besucher-Rekord in 214 Veranstaltung. Und will mit Sonderaktionen auch dem "sperrigen" Jazz zu Publikum verhelfen.

Wer im Salzburger Jazz-Club “Jazzit” in Zukunft eine Eintrittskarte kauft, kriegt das Jazzkonzert des Monats zum halben Preis dazu. Der Jazz-Club will damit dem “sperrigen” Jazz, für den es trotz sechs-jähriger Bemühungen auch in Salzburg vergleichsweise wenig Publikum gibt, auf die Sprünge helfen. Trotz aller “Löcher” fantastisch etabliert hat sich das Jazzit seit 2002 nicht nur als führende Adresse in Sachen musikalisch-experimenteller Improvisation, sondern vor allem auch als Ort der Jugend-Kultur, wie Jazzit-Chef Andreas Neumayer heute, Freitag, bei der Jahrespressekonferenz nicht ohne Stolz bekannt gab.

Die Vokabeln “DJ, Clubbing oder Disco” tauchen oft und regelmäßig auf in Programmen und Broschüren des Jazz-Clubs. Und der Altersdurchschnitt im Jazzit ist durchaus niedrig. “Immer wieder zeigen sich gestandene Jazzmusiker in den ‘echten’ Jazzkonzerten erstaunt über so viel junges Publikum”, so Neumayer. “Die Jugendkultur ist eine wichtige Sparte in unserer Arbeit und sie bringt uns gute Auslastungszahlen. Und es gelingt uns, immer mehr junge Leute von den Clubbings auch zu leisen und differenzierten Konzert-Klängen zu locken.”

Das Jazzit hat auch 2007 den Besucherrekord aus dem Vorjahr überboten. 23.663 Zuhörer kamen in 58 Konzerte, 110 Sessions, 33 Gastveranstaltungen und 13 Workshops. 260.000 Euro stehen für die Jahres-Arbeit zur Verfügung. Ganze eineinhalb bezahlte Posten und ein paar Werkverträge gehen sich da aus, viele arbeiten ehrenamtlich. Zwei Drittel dieses Budgets spielt das Jazzit mit den Eintrittskarten und den Sponsoren selbst ein, wobei ein Mäzen, der namentlich nicht genannt werden will, an die 100.000 Euro sponsert. “Das ist ein Segen für uns. Der Mann ist ein unscheinbarer Jazzfan, der unerkannt in den Konzerten sitzt und von dem niemand glauben würde, dass er das Jazzit am Leben erhält”, so Neumayer.

Weniger unscheinbar wird das Jazzit von der Bierbrauerei Trumer unterstützt, die heuer Anfang Oktober erstmals sogar ein drei-tägiges Festival mitfinanzieren und sich dabei auch inhaltlich einbringen will. Die Brauerei wird sich aber darauf beschränken, Bands zu empfehlen und keinesfalls zu befehlen, wie ein Brauerei-Vertreter auf APA-Anfrage beteuerte.

Die bekanntesten Jazz-Namen des laufenden Jahresprogrammes sind Aki Takase mit Louis Sclavis (6. März), Peter Brötzmann mit seinem neuen Quartett (13. März), Fred Frith (5. April), Charlie Mariano (25. April), Roberto Fonseca (30. April), das Mark Feldman Quartett (15. Juli) und das Wolfgang Muthspiel Quartett (18. Juli).

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