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Diskussionen um Ampelanlagen geht weiter

Viele Bürgerforumsteilnehmer sind sich einig, dass eine ausgeschaltete Ampel sicherer ist.
Viele Bürgerforumsteilnehmer sind sich einig, dass eine ausgeschaltete Ampel sicherer ist. ©carmen thurnher
Diskussion um Ampelanlagen geht weiter

Dornbirn. „Endlich ist die Ampelanlage Bahnhof-/Moosmahdstrasse wieder in Betrieb.
Die Autos stauen wieder, die Fahrradfahrer zwängen sich durch die Autos, die Fußgänger warten wieder brav, bis ihre Zeit gekommen ist“, so schaltet sich Wolfgang Juen vergangene Tage im Bürgerforum ein. Für ihn ist einfach unverständlich, wieso nach seinen Vorschlägen aus der Vergangenheit, jetzt diese Ampelanlage wieder in Funktion gesetzt wurde. Auch Aldo Kremmel kann sich dem anschließen. „Das Dilemma ist, dass kleine Beamte offensichtlich entweder keinen Mut oder tatsächlich keine Möglichkeit sehen, etwas Vernünftiges durchzusetzen.
Die Zeit ohne Ampel am Ende der Moosmahdstraße war wirklich eine glückhafte und wahrscheinlich unwiederholbare Möglichkeit wieder zu lernen, wer an einer Kreuzung zuerst fahren darf und es hat tatsächlich fabelhaft funktioniert“, Kremmel weiter. Auch Thomas Sohm kann nicht verstehen, wieso seitens der Verantwortlichen kein Vertrauen gegenüber der Bevölkerung im Umgang mit der Straßenverkehrsordnung besteht. „Anscheinend ist es besser, wenn bei Gelb noch mit 50kmh über die Kreuzung gebrettert wird, damit man nicht noch einmal zehn Minuten vor einer roten Ampel stehen muss“, so Sohm. Günther Roy hat sich daraufhin ebenfalls zum Thema gemeldet und stellt fest, dass es sich hier nicht nur um das Problem Ampel Moosmahdstraße/Bahnhofstraße handelt. „Es gibt in Dornbirn noch viele andere Ampeln, die so übrig wie ein Kropf sind. Es ist zu hinterfragen wer denn eigentlich so stark interessiert ist solche Ampelanlagen zu errichten und um jeden Preis aufrecht zu erhalten?“, lautet seine Frage zur Situation. „In den meisten anderen europäischen Ländern wurden viele der Ampeln inzwischen durch Kreisverkehre ersetzt. Es müssen dies ja nicht immer riesig dimensionierte Anlagen sein. Das Beispiel bei der Unterführung Poststrasse – Schlachthausstrasse zeigt ja eindrücklich, dass auch ein sehr klein dimensionierter Kreisverkehr hervorragend funktionieren kann“, wäre eine Anregung von ihm und auch er erwartet sich Handlungsbedarf. Dieter Jost ist da aber anderer Meinung. „Mich wundert, dass bei ausgeschalteter Ampel noch keine Unfälle
passiert sind, denn ich habe eher das Gefühl, dass bezüglich Vorrangregeln eher Verunsicherung herrscht. Mir ist also lieber die Ampel bleibt ein“, so Jost. Auch Johannes Schobel ist erleichtert, dass die Ampel wieder in Funktion ist. „Als leidenschaftlicher Fußgänger kann ich mich so wieder sicherer fühlen und habe an manchen Zebrastreifen – wo Autos eigentlich sowieso immer stehen bleiben müssten, endlich wieder die Möglichkeit, nicht warten zu müssen bis sich ein Auto- oder Busfahrer sich meinen Überquerungswünschen erbarmt“, erklärt Herr Schobel. Walter Peter Poscher hätte noch den Vorschlag eine Verkehrstafel mit dem Hinweis „Geänderte Vorrangsverhältnisse“ anzubringen, wenn die Ampel wieder auf Blinklicht stellt.

Kreuzungen ohne Ampeln sinnvoll

Dornbirn. Auch Dagmar Sottopietra möchte allgemein zu dem Thema Kreuzungen ohne Ampeln eine Erklärung abgeben. Als Radfahrerin macht sie täglich die Beobachtung, dass es an vielen Kreuzungen viel sinnvoller wäre, die Regel “Der von rechts kommende hat Vorrang” gelten zu lassen als sie mit Ampeln oder geändertem Vorrang zu regeln. „Die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge müssen dadurch zwangsweise reduziert werden. Und mit Kreisverkehren muss die
Geschwindigkeit ebenfalls reduziert werden, was zu erhöhter Sicherheit maßgeblich beiträgt. Eine verpasste Chance, dass dies bei den riesig dimensionierten Kreuzungen der Stadtstraße nicht umgesetzt wurde“, so die Meinung von Frau Sottopietra.

 

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