Diskonter nach Vorarlberg holen

Schwarzach - Der Vorarlberger ÖAMTC ist in Gespräche mit den Betreibern der Hofer-Tankstellen in Salzburg getreten.
Der tägliche "VN"-Spritpreis-Index

Ziel sei es, den Diskonter dazu zu animieren, auf den heimischen Markt vorzustoßen, so Jürgen Wagner vom ÖAMTC im „VN“-Gespräch. Der Betreiber der Hofer-Tankstellen, die „FE-Trading“ rund um den ehemaligen Formel 3000-Fahrer Markus Friesacher, wirbelte den Spritmarkt in Salzburg ordentlich durcheinander, kurzfristig wurden Diesel-Preise in der Höhe von knapp über 50 Cent pro Liter angeboten – die „VN“ berichteten. Sollte das Projekt in Salzburg erfolgreich sein, wolle man das Netz auf bis zu 100 Tankstellen in ganz Österreich ausbauen, ließ die FE-Trading bereits durchklingen.

Auf Dauer günstiger

Und genau da will der ÖAMTC Vorarlberg nun ansetzen. „Sie wollen die Situation in Salzburg zuerst penibelst analysieren“, berichtet Wagner aus dem Gespräch mit den Verantwortlichen der FE-Trading. Einen Zeitrahmen für einen etwaigen Ausbau des Tankstellen-Netzes gäbe es derzeit aber noch nicht, zeigt sich der ÖAMTC-Experte enttäuscht. „Wir bleiben aber auf jeden Fall am Ball.“ Grundsätzlich seien die Betreiber der Überzeugung, dass sie sich auf Dauer am Markt etablieren können; mit Hofer habe man einen starken Partner gefunden, erzählt Wagner aus dem Gespräch. „Die Multis sind jetzt erstmal mit dem Preis mitgezogen. Die FE-Trading glaubt aber nicht, dass sie das auf Dauer machen“, sagt der Experte. Will heißen: Ziel sei es, konstant unter dem Preis der Multis anzubieten. „Und das nicht nur zwei bis drei Cent“, berichtet Wagner. „Letztlich liegt es dann am Kunden, ob er wirklich dem billigsten Spritpreis-Anbieter den Vorzug gibt.“

„Bleiben in Kontakt“

Der ÖAMTC sieht in Vorarl­berg optimale Voraussetzungen für Diskont-Betreiber gegeben – auch betriebswirtschaftlich. „Alleine schon wegen dem Tanktourismus“, sagt Wagner. Aus seiner Sicht würde es etwa vier Tankstellen benötigen, um das Sprit-Preisniveau in Vorarlberg entsprechend zu senken. „Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt mit der FE-Trading“, erklärt Wagner das weitere Vorgehen. Parallel dazu versuche der ÖAMTC mit anderen Diskont-Betreibern Gespräche aufzunehmen.

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