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„Digital Natives“ haben mehr Erfolg am Arbeitsmarkt

Digitale Bildung und der Erwerb digitaler Kompetenzen wird zukünftig auf dem Arbeitsmarkt entscheidend sein, um entsprechend qualifizierte Mitarbeiter(innen) zu finden.
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Bei der Education Tour haben wir nicht nur darüber diskutiert, welche Herausforderungen die Digitalisierung noch für uns bereithält, sondern aufgezeigt, welche innovativen Projekte an den Schulen heute schon umgesetzt werden.

Denn digitale Bildung und der Erwerb digitaler Kompetenzen wird zukünftig auf dem Arbeitsmarkt entscheidend sein, um entsprechend qualifizierte Mitarbeiter(innen) zu finden. Deshalb suchen wir Schüler(innen) und Lehrpersonen aus ganz Vorarlberg, die ihre digitalen Projekte auf der größten, virtuellen Bühne Vorarlbergs präsentieren möchten.

An Tag 1 wurden auf der IAW-Bühne gleich drei digitale Projekte präsentiert. Den Anfang machten Norbert Lenz (Abteilungsvorstand Wirtschaftsingenieure), Julius Lässer (Schüler) und Andreas Pichler (BIFO Geschäftsführer). Sie stellten das Codierungsprojekt „Codes4Talents“ vor. Das Projekt ist eine Bildungsinitiative, bei dem Schüler(innen) der höheren Klassen, Volksschulkindern die ersten Schritte des Programmierens näherbringen.

Als zweites wurde das Schulprojekt „Denken lernen, Probleme lösen“ vorgestellt. Im Zuge dieses Projektes gibt Projektleiterin und Volksschullehrerin Leonie Dreher anderen Lehrpersonen sozusagen Nachhilfeunterricht in Sachen Digitalisierung. Sie gibt ihnen Tipps und Tricks an die Hand, wie sie ihre Schüler(innen) schon in der Volksschule für informatisches Denken und Handeln begeistern können.

Das letzte Projekt des ersten Education-Tour-Tages trägt den Titel „10 kleine Fingerlein“ und wurde von Maud Maillet (Lehrerin an der HAK Feldkirch) zusammen mit ihrem Sohn vorgestellt. 10 kleine Fingerlein.com ist eine digitale Lernplattform, mit der Volksschulkinder spielerisch das Zehn-Finger-System erlernen. Die Onlineplattform wird sowohl von Lehrpersonen in der Schule als auch von Eltern im Homeschooling erfolgreich genützt.

In der Schule oder bei der Arbeit bewegen sich die meisten Menschen leider viel zu wenig, weil man meistens im Sitzen lernt oder arbeitet. Bewegungsmuffel haben allerdings eine gleich hohe Todesrate wie Kettenrau-cher(innen). Diesem Problem wollten einige Schüler(innen) des Bundesgymnasiums (BG) Dornbirn im Rahmen des Projektes „Team Voradlbär“ auf den Grund gehen. Um zwischen den Schulstunden für etwas mehr Bewegung zu sorgen, entwickelten die Schüler(innen) ein digitales Sprunghöhenmessgerät. Die ersten Prototypen wurden schon entwickelt und sind einsatzbereit. Bald soll das Projekt fix im BG Dornbirn installiert werden und zukünftig möglicherweise auch für weitere Schulen oder Unternehmen produziert werden.

Was esse ich in der Mittagspause? Diese Frage stellen sich viele Schüler(innen) und Arbeitnehmer(innen) jeden Tag um die Mittagszeit. Denn wer nicht in einer Kantine essen kann, muss sein Essen oft auf kompliziertem Weg über Lieferdienste bestellen. Viele Restaurants bieten allerdings nicht gerade das gesündeste Take-away-Essen an und sehr häufig gibt es keine oder nur wenige vegane oder vegetarische Alternativen. Wer sich also auch in der Mittagspause möglichst stressfrei, gesund und ausgewogen ernähren möchte, muss kreativ werden. Deshalb haben sich Tariel Immler, David Graf und Alexander Fetz von der HTL Dornbirn mit der extra dafür entwickel-ten Lieferservice-App „dine.“ eine digitale Lösung überlegt. Bisher ist die Start-up-App ein schulinternes Pilotprojekt, doch wenn alles gut läuft, soll sie bald schon für mehrere Schulen und Unternehmen zugänglich sein.

Um das dritte und letzte Projekt über „technologiegestützte Ausbildung in der Pflege“ vorzustellen, waren Hubert Jocham und Nino Brugger im IAW-Studio zu Gast. Sie erklären, wie die medizinische Ausbildung mit Hilfe digitaler Technologien noch praxisorientierter und realistischer gestaltet werden kann. Kern des Projektes bildet die menschliche Dummy-Puppe „Sam“, die zwei QR-Codes auf der Brust trägt. Mit einer HoloLence-Brille – eine Brille, die die reale und die virtuelle Welt miteinander vereint – und einem extra dafür konzipierten Computerprogramm, können die Auszubildenden im Inneren der Puppe ein realistisches, virtuelles Herz schlagen sehen. Zudem können den Schüler(innen) viele weitere wissenswerte Informationen angezeigt werden, die ihnen das Lernen erleichtern. Das digitale Projekt beschränkt sich bisher nur auf das Herzorgan. In Zukunft könnten aber auch die Funktionen anderer Organe auf diese Weise sichtbar, hörbar und begreifbar gemacht werden. In der Praxis getestet wird das Projekt ab dem Wintersemester 2021 zeitgleich an den Fachhochschulen in St. Gallen, Zürich und Dornbirn.

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