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Die Zukunft

Die Blockchain-Technologie wird den Banken-, Energie- und Logistiksektor nachhaltig verändern.
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Vor allem in der Finanzwelt wird sie künftig eine entscheidende Rolle spielen. Fachleute sind sich einig, dass Blockchain die Finanzwirtschaft verändern wird. In Vorarlberg hat im Herbst etwa die Hypo Vorarlberg einen ersten Schritt gesetzt und verwendet erstmals diese neue Technologie. Im benachbarten Liechtenstein hat die Regierung die rechtlichen Rahmenbedingungengeschaffen mit dem Ziel, das Fürstentum zu einem der Zentren für Blockchain-Technologie zumachen. Auch in Vorarlberg gibt es zahlreiche Aktivitäten. So hat die Hypo ein Pilotprojekterfolgreich abgeschlossen: Die Asfinag hat eine von der Erste Group neu entwickelte Blockchain-Plattform für die Emission eines Schuldscheindarlehensmit einem Volumen von20 Millionen Euro genutzt. Gezeichnet wurde die Emission von den Versicherungen Wiener Städtische und Donau sowie von der Hypo Vorarlberg. Die Emission konnte dadurch europaweit erstmalig komplettdigital auf Blockchain basierend abgewickelt werden. Das bedeutet, es brauchte paralleldazu keinen papierbasierten Prozess. Konkret war kein einziges physisches Dokumentdazu nötig. Für die Erstellung der notwendigen Dokumente brauchte es somit nicht mehrere Tage, sondern nur wenige Sekunden.

Vorarlberger Firmen aktiv

Für den Vorstandsvorsitzendender Hypo Vorarlberg, Michel Haller, ist die Blockchain-Technologie ein zukunftsweisender Weg. „Siebirgt große Chancen für die Automatisierung, hat Potenzial zur Effizienzsteigerung von Prozessen und bietet Sicherheit für Geschäftsabschlüsse. “Er erwartet, dass in Zukunft viele Dienstleistungsgeschäfte auf diese Art und Weise abgewickelt werden. Aber es sei ein Prozess. „Welche Chancen und Anwendungsmöglichkeiten Blockchains für Banken und Unternehmen bieten, müssen diese in den kommenden Jahren erst lernen. “Auch die Vorarlberger Kraftwerkehaben ein Projekt am Start. Einen Monat lang war im vergangenen Jahr ein interdisziplinäres Team der Judge Business School der Universityof Cambrige zu Gast bei Illwerke VKW im Bregenzer Weidach. Das Ziel: Gemeinsam mit dem Innovation Lab des Energieversorgers ein zukunftsfähiges Blockchain-Projekt zu entwickeln. Bereits seit zwei Jahren arbeitet Illwerke VKW in mehreren Projektenmit der neuen Blockchain-Technologie, der Experteneine wesentliche Rolle in der Energiewirtschaft der Zukunft vorhersagen.  „Wir sind im Bereich Blockchain bereits sehr aktiv. Von der Kooperation mit Cambridge erwarten wir uns wertvollen Input und Know-how im Bereich der Methodik,“ so Vorstand Christof Germann.

Großer Zukunftstrend

Die Blockchain-Technologie, die ursprünglich für die digitale Währung Bitcoin entwickelt wurde, gilt als eine der großen Zukunftstrends. Wie siefunktioniert? Man kann sich das wie ein digitales Grundbuchvorstellen, das öffentlich alle getätigten Transaktionenfesthält. Die Transaktionenwerden in einer Kette von Datensätzen (Blöcken) gleichzeitig auf viele Rechner verteilt, also dezentral abgespeichert. Der größte Pluspunkt ist die Datensicherheit. Sämtliche Informationen werden verschlüsselt gespeichert. Außerdem verwaltet jeder Nutzereine Kopie der Datenbank. Es ist also praktisch unmöglich, diese unbemerkt zu manipulieren. Gleichzeitig sind alle Transaktionen anonym. Die Technologie kann in vielen Bereichen eingesetzt werden. Anwendungsgebiete, zu denen es teils schon Pilotprojekte gibt, sind u. a.: Grundbücher, Geburten- und Eheschließungsregister, Verzeichnisse über Veranlagungen (Asset Management) bzw. die Ablesung und Abrechnung von Strom oder Gas. Hauptkritikpunkt an der Blockchain ist jedoch die mangelnde Geschwindigkeit der Datenverarbeitung im Massenbetrieb– also wenn Millionen Nutzer gleichzeitig Geld überweisen oder mit Bitcoin & Co. bezahlen wollten. Kurz vor Weihnachten startete Apple seinen mobilen Bezahldienst Apple Pay in Deutschland. Auch Google sowie die meisten Banken haben ein solches Angebot im Portfolio. Experten sind sich sicher, dass die Österreicher langsam, aber stetig häufiger auf ihr geliebtes Bargeld verzichten. „Insbesondere jüngere Menschen werden zukünftig verstärkt mit dem Smartphone bezahlen“, prognostiziert dazu Finanzexperte Comdirect-Marketingvorstand Matthias Hach. Der Mehrheit der Bevölkerung liegt dies derzeit allerdings noch fern. Nach einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom sagen drei von fünf Smartphone-Nutzern, dass sie ihren Einkauf nie mit dem Handy bezahlen. Um alle näher an das Thema heranzuführen, fordert der Verband, „Geschäfte, Restaurants, Bars oder auch Ticketautomaten“ zumindest mit einer elektronischen Bezahlmöglichkeit auszustatten.

„Die Blockchain-Technologie bietet Sicherheit für Geschäftsabschlüsse. “ Michel Haller Vorstandsvorsitzender Hypo Vorarlberg

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