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Die Welt der Pioniere

Ob es darum geht, den Himmel zu erobern, die Weltmeere zu erforschen oder den Himalaja zu erklimmen – diese Uhren waren bei einigen der herausforderndsten Abenteuern und Expeditionen des 20. Jahrhunderts mit von der Partie.

Jeder dieser Meilensteine bot die Möglichkeit, die Zuverlässigkeit und Präzision der Zeitmesser zu testen. Ganz nebenbei haben die nachfolgenden Abenteurer durch ihren Wagemut und ihre Neugier die Geschichte der Menschheit entscheidend mitgeprägt.

Alberto Santos Dumont. Der brasilianische Motorflugpionier wünschte sich von seinem Freund Louis Cartier eine Uhr, bei der man während des Flugs die Hände frei für Navigation und Flugsteuerung hat. Die damals noch vorherrschenden Taschen-uhren waren dafür zu umständlich. Als Alberto Santos Dumont am 12. November 1906 in Paris zu seinem fantastischen Flug von 220 Metern in 21,5 Sekunden und mehreren Metern Höhe aufstieg, war ein Meilenstein des noch jungen Fliegens erreicht. Passenderweise mit der Cartier Uhr seines Freundes am Handgelenk.

Louis Blériot. 1909 schrieb der franzö­sische Luftfahrtpionier Louis Blériot Geschichte, als er in seinem Eindecker den Ärmelkanal überflog. Auch bei diesem Meilenstein war eine Uhr an Bord: eine Zenith. Blériot war danach voll des Lobes für dessen Messgenauigkeit, was dazu führte, dass in die Armaturenbretter französischer Flugzeuge Instrumente vom Typ Zenith Montre d’Aéronef Type 20 eingebaut wurden.

Elinor Smith. Auf rund  9.144  Meter  Höhe  verlor  die  amerikanische  Fliegerin  Elinor  Smith  1931  das  Bewusstsein. Sie befand sich gerade auf Rekordkurs, als ihr Flugzeug abzustürzen drohte. Smith erwachte in letzter Minute und konnte noch sicher landen. Zehn Tage später stieg sie noch höher und stellte mit rund 9.929 Metern einen neuen Rekord auf – mit dabei ihre Longines. Nachdem sie, mit 16 Jahren, die jüngste lizensierte Pilotin der Welt geworden war, sollte Smith im Laufe ihres Lebens noch viele weitere Ausdauer-, Geschwindigkeits- und Höhenrekorde im Alleinflug aufstellen.

Amelia Earhart. 14 Stunden und 56 Minuten. So lange hat Amelia Earhart 1932 gebraucht, um alleine und ohne Unterbrechung den Atlantik zu überqueren – mit einem Longines Chronographen am Handgelenk. Ihre Furchtlosigkeit ließ sie eisigen Winden und mechanischen Problemen trotzen, und so wurde sie die erste Frau, welche die Kontinente miteinander verband. Bereits zuvor, im Jahr 1928, hatte sie als erste Frau den Atlantik überquert, als Co-Pilotin.

Howard Hughes. Bei der Rekord-Weltumrundung – drei Tage, 19 Stunden, 14 Minuten – von Unternehmer Howard Hughes im Jahr 1938 war Longines Zeitnehmer. Der exzentrische Amerikaner war bekannt für seine beiden Leidenschaften: Fliegerei und Film. Er gilt als der berühmteste Nutzer des Longines Siderographen, einem Bordinstrument zur Astronavigation. Die Crew in Howard Hughes Flugzeug verließ sich auf Longines Chronometer, die Greenwich Civil Time und Greenwich Sidereal Time anzeigten, und trugen Longines Second-Setting Uhren zur Kontrolle.

Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay. Die Besteigung des Mount Everest durch Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay im Jahre 1953 war ein Ereignis, das weltweit Aufsehen erregte. Rolex war daran beteiligt, da die Uhrenmarke die Expedition mit Oyster Perpetual Armbanduhren ausgestattet hatte. Im Anschluss an die Ausnahmeleistung der beiden Bergsteiger wurde in demselben Jahr die Explorer vorgestellt. Die Entwicklung der Uhr war das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit, die in den 1930er-Jahren ihren Anfang genommen hatte, als Rolex begann, mehrere Himalaja-Expeditionen nacheinander mit Armbanduhren auszurüsten, um deren Verhalten unter den extremen Bedingungen in großer Höhe zu beobachten.

Buzz Aldrin. Der NASA-Astronaut Buzz Aldrin war der Pilot der Mondlandefähre Apollo 11, die vor genau 53 Jahren, am 21. Juli 1969, auf dem Mondmeer Mare Tranquillitatis landete. Seine ersten Schritte waren eine bemerkenswerte Errungenschaft für die Menschheit – und für die Omega Speedmaster Professional an seinem Handgelenk, die in diesem Augenblick zur ersten Uhr avancierte, die je auf dem Mond getragen wurde. Ausgewählt wurde die Uhr damals von der NASA, weil sie als einzige den extremen Belastungstests standhielt. Von Apollo 11 bis zu Apollo 17 verließen sich alle Astronauten auf die Präzision und Zuverlässigkeit der Speedmaster.

Victor Vescovo. Der weltweit tiefste Tauchgang: im April und Mai 2019 hat die Five Deeps Expedition Geschichte geschrieben. Nach der Kartierung des Meeresgrundes per Sonartechnologie, um den tiefsten Punkt im östlichen Becken des Challengertiefs im Marianengraben zu finden, steuerte der Entdecker Victor Vescovo die DSV (Deep Submergence Vehicle) Limiting Factor – das in Bezug auf die Tauchtiefe leistungsstärkste Tauchboot der Welt – eigenhändig zum tiefsten Punkt des Planeten Erde: Tiefe 10.935 Meter, Dauer der Mission: 12 Stunden. Speziell für dieses Abenteuer wurde die Omega Ultra Deep gebaut. Zwei der Uhren waren am Roboterarm des Tauchboots befestigt, die dritte an einer Einheit zur Datenerfassung namens Lander. Dank ihres genialen Aufbaus absolvierten alle drei Uhren den Tauchgang problemlos.

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