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Die Vogelgrippe ist wieder in Deutschland

Deutschland - Die Vogelgrippe ist zurück: Erstmals in diesem Jahr sind wieder mit dem H5N1-Virus infizierte Wildvögel in Deutschland gefunden worden. Dabei handelte es sich um sieben Wasservögel im Nürnberger Stadtgebiet.

In dem betroffenen Gebiet am Wöhrder See und am Silbersee wurde am Samstag ein Sperrbezirk eingerichtet, wie die Stadt mitteilte. Ob es sich bei dem Erreger um das hochpathogene H5N1-Virus handelt, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Bei den verendeten Tieren handelt es sich um eine Wildente, eine Wildgans und fünf Schwäne. Der Erreger wurde bei einer Routineuntersuchung entdeckt, wie der Sprecher des bayerischen Umweltministeriums, Roland Eichhorn, sagte. In dem Freistaat würden regelmäßig verendete Vögel untersucht, erklärte er. Allein in diesem Jahr seien Proben von 544 Wildvögeln und 182 Hausgeflügeltieren genommen worden, im vergangenen Jahr seien es fast 10.000 Proben von Wildvögeln und knapp 1.000 Stück Hausgeflügel gewesen.

Das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems untersucht nun, ob die Vögel mit der hochpathogenen Variante des H5N1-Virus infiziert waren. Das Ergebnis soll in einigen Tagen vorliegen. Im Osten Tschechiens waren jüngst mit Vogelgrippe infizierte Truthähne entdeckt worden.

In Nürnberg wurde vorsorglich ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet im Stadtbereich eingerichtet. Das bedeutet unter anderem, dass in einem Radius von vier Kilometern rund um den Fundort kein Hausgeflügel bewegt werden darf. Hunde und Katzen müssen im Sperrbezirk angeleint werden. Außerdem wurden an den betroffenen Gewässern Warnschilder aufgestellt. Wasservögel sollten nicht gefüttert oder angefasst werden.

In Deutschland war erstmals Mitte Februar 2006 das Vogelgrippe-Virus festgestellt worden: bei zwei Schwänen auf der Insel Rügen. Bundesweit wurden vergangenes Jahr 344 Wildvögel sowie drei Katzen und ein Steinmarder als Träger von H5N1-Viren ausgemacht. Die Entdeckung hatte für Unruhe in Teilen der Bevölkerung gesorgt. Dabei betonen aber sowohl das Friedrich-Loeffler-Institut als auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dass es sich bei der Vogelgrippe um eine Tierseuche handele, die nur unter ganz besonderen Umständen auf den Menschen überspringen könne. Und diese Voraussetzungen, unter anderem der enge alltägliche Kontakt zwischen Mensch und infizierten Tieren, seien in Deutschland nicht gegeben.

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