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„Die Unruheherde werden nicht eskalieren“

US-Dollar und Franken dürften sich abschwächen.
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„Nachdem sich der Kurs des Euro im ersten Quartal 2018 überwiegend in einer Spanne von 1,22 US-Dollar bis 1,25US-Dollar bewegt hatte, begann der US Dollar ab April kontinuierlich zu steigen und erreichte im Dezember die Marke von 1,13 US-Dollar. Der Grund lag darin, dass die Marktteilnehmer begannen, guten US-Konjunkturnachrichten mehr Gewichtbeizumessen.“ So im Gespräch mit den VN Prokurist Roland Rupprechter MBA, CPM, Leiter Asset Managementbei der Hypo Vorarlberg Bank AG.

Sorgen um Italien

Und er fährt fort: „Die einsetzende Euro-Schwäche wurde zudem durch Sorgen um Italien sowie die Stabilität der deutschen Bundesregierung und die Furcht vor einer allgemeinen Zuspitzung des Handelskonflikts mit den USA befeuert. Während die Europäische Zentralbank (EZB) nachunserer Prognose ihren Satz für die Einlagefazilität nicht vor September 2019 anheben wird, erwarten wir, dass die Fed ihr Zielband für den Tagesgeldsatz bis Ende2019 auf 3,00 Prozent bis 3,35 Prozent heraufschleusenwird. Damit sollte noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein.“

Vorerst zinsbedingter Aufwärtstrend

Dementsprechend sollte sich der Renditevorteil von kurzlaufenden US-Staatsanleihen gegenüber ihren Pendants aus dem Euroraum weiter ausweiten und somit den US-Dollar stützen. Auch die Wirtschaftsentwicklung spricht für eine Aufwertung des US-Dollars. Die US-Wirtschaft befindet sich angesichts des kräftigen Wachstums im dritten Quartal 2018auf Kurs, unsere Wachstumsprognose in Höhe von 2,9 Prozent für das Jahr 2018 zu erreichen und damit das Expansionstempo des Euroraumes hinter sich zu lassen. Die Aussicht auf Ausweitung des US-Zinsvorsprunges sollte dem US-Dollar auch Anfang 2019 eine Stütze sein. Die Experten der Hypo erwarten daher einen Eurokurs von 1,12 US-Dollar per Ende des ersten Quartals 2019. Rupprechter: „Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir aber nicht mit einer Fortsetzung der Dollarstärke, zumal sich das Expansionstemp oder US-Wirtschaft 2019 verringern sollte. Unsere Euro-Prognose per Jahresende2019 liegt bei 1,16 US-Dollar.“ Auch der Schweizer Franken konnte 2018 gegenüber dem Euro nennenswert zulegen. Zwei Faktoren dürften dafür hauptursächlich gewesen sein. Zum Ersten ist dem Schweizer Franken angesichts einer Vielzahl an Unruheherden auf der Welt seine Rolle als sicherer Hafen zugutegekommen.

Leichte Aufwertung des Euro

Insbesondere Euro-kritische Stimmen aus Italien haben die Sorgen vor einer erneuten Euro-Krise entfacht und somit den Euro gegenüber dem Franken geschwächt. Zum Zweiten ist das Expansionstempo der Schweizer Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte überraschend hoch ausgefallen. „Da wir jedoch in unserem Hauptszenario von keiner Eskalation der Situation an den Unruheherden der Welt ausgehen und zudem eine Verlangsamung des Schweizer Wirtschaftswachstums erwarten, prognostizieren wir eine leichte Aufwertung des Euro von aktuell 1,14 Schweizer Franken auf 1,16 Schweizer Franken per Ende2019“, so Rupprechter abschließend.

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