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Die Unfälle sind keine Zufälle ...

782.200 Menschen verletzten sich im Jahr 2018 bei Unfällen aller Art in Österreich – Haushaltsunfälle haben dabei mit rund 800 Verletzten täglich den höchsten Anteil.
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„Betrachtet man die Unfallzahlen in Österreich, so zeigt sich deutlich, dass der höchste Anteil von rund 308.300 Verletzten in die Kategorie der Haushaltsunfälle fällt, das sind mehr als 800 Unfälle in Österreichs Haushalten täglich“, erklärt Prof. Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group und Vizepräsidentin des Roten Kreuzes. „Bei Haushaltsunfällen verunglücken mehr Menschen als im Straßenverkehr“, so Stadler. Detailanalysen des KFV vom Unfallgeschehen in Österreich zeigen, dass insgesamt 52 Prozent der Verletzten im Jahr 2018 männlich waren, bei den Getöteten betrug der Männeranteil 56 Prozent. Während Männer vor allem bei der Arbeit (68 Prozent), in der Freizeit (58 Prozent) und im Straßenverkehr (56 Prozent) verunglücken, verunfallen Frauen eher im Haushalt (59 Prozent).

Jahreszeitliche Ursachen

„In den kommenden Monaten werden vor allem die eigenen Stolperfallen zu Hause zur ­Gefahr. Außerhalb der eigenen vier Wände wird Ausrutschen auf glatten Ober­flächen wie z. B. Herbstlaub, Eis und Schnee viele Menschen betreffen.

Aber auch der Freizeit- und Sportbereich wird Präventionsmaßnahmen, hier vor allem beim Wintersport, besonders wichtig machen“, erläutert KFV-Direktor Dr. Othmar Thann. Rund 100.000 Sportunfälle erwartet das KFV allein in den nächsten sechs Monaten.

Werner Gruber, wohl bekanntester Physiker Österreichs weiß: „Unfälle sind keine Zufälle, sondern haben erklär- und damit auch vermeidbare Ursachen.“ Im Fall von Leitersturzunfällen ist es der falsch gesetzte Schwerpunkt, der zum Fall führt.

Oder Herbstlaub ist aufgrund des geringen Reibungskoeffizienten tatsächlich rutschiger als normaler Boden: So lassen Blätter die Reibung unter einer Schuhsohle deutlich sinken. Damit erhöht sich die Rutschgefahr. Vermeiden ließe sich dieser Unfall entweder durch einen ganz geringen Neigungswinkel des Beines beim Auftritt oder: „Ich empfehle der Gefahrenquelle auszuweichen“, schließt Gruber.

Tipps zur Vermeidung von Haushaltsunfällen:

  • Der Mensch ist nur begrenzt multitaskingfähig. Daher sollte eine Tätigkeit nach der anderen erledigt und Prioritäten gesetzt werden.
  • Zur Sturzprophylaxe rechtzeitig Bewegungsangebote nutzen, die auf den Aufbau bzw. Erhalt von Balance, Kraft und Ausdauer abzielen.
  • Nicht hetzen lassen und z. B. bei Heimwerkerarbeiten bereits vorab genügend Zeit für die Erledigung der geplanten Tätigkeiten einplanen.
  • Telefonate sollten während Haushaltstätigkeiten vermieden werden.
  • Wenn das Mobiltelefon klingelt oder jemand an der Wohnungstür läutet, nicht hetzen lassen. Bei den meisten Anrufen reicht es, wenn man einige Minuten später zurückruft.
  • Teppiche können ganz leicht und schnell mit Anti-Rutsch-Streifen rutschsicher gemacht werden.
  • Regale sollten unbedingt mit Kippschutz montiert werden, ganz besonders dann, wenn auch Kinder im Haushalt sind.
  • In allen Haushalten mit Kindern sollten Fenster und Balkontüren mit Fenstersperren versehen und Aufstiegsmöglichkeiten im Bereich von Balkonen und Fenstern entfernt werden.

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