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Die Suche nach Freiheit, nach Licht und nach Frieden

Leiterin des Stadtmuseums Petra Zudrell, Prof. Gerhard Winkler, Bürgermeisterin Andrea Kaufmann
Leiterin des Stadtmuseums Petra Zudrell, Prof. Gerhard Winkler, Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ©Gerty Lang
Eine Ausstellung, die das Schaffen von Prof. Gerhard Winkler eindeutig widerspiegelt.
Vernissage Prof. Gerhard Winkler

Dornbirn. Es war ein ganz besonderer Abend im Dornbirner Stadtmuseum. Gekommen sind sie in Scharen, die Besucher der Ausstellung „Augenblicke“ des akademischen Malers und Kunstpädagogen Prof. Gerhard Winkler. Es waren so viele, dass die Ausstellungseröffnung im großen Sitzungssaal des Rathauses stattfand. „Der Künstler feiert Anfang Mai seinen 80. Geburtstag. Das Schaffen von Gerhard Winkler in all den Jahrzehnten, aber auch sein gesellschaftliches Engagement zeigt immer wieder einen ganz engen, ja einen geradezu leidenschaftlichen Bezug zu unserer Stadt, zu Dornbirn,“ beginnt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ihre Vernissagerede.

Der gebürtige Wiener, der an der Akademie er bildenden Künste bei Christian Ludwig Martin, Maximilian Melcher und Herbert Böckel studierte und auch ein Studium der Geschichte und Pädagogik absolvierte, lebt seit 1963 mit seiner Familie in Haselstauden. Übrigens jenes Jahr, in dem er mit dem Abschlusspreis der Akademie ausgezeichnet wurde. Gerade in den letzten Jahren hat er sich neben den ihm immer wichtigen religiösen, sakralen Themenkreisen unermüdlich der malerischen Darstellung der fortschreitenden Veränderung und Entwicklung von Dornbirn gewidmet. „Es sind Bilder, die weit mehr sind, als reine dokumentarische Bestandsaufnahmen“, so die Bürgermeisterin. „Es geht mir mehr darum, das Portrait eines Ortes zu suchen und nicht sein Abbild“, fügt Prof. Winkler hinzu. Doch nicht nur sein künstlerisches Werken fand an jenem Abend verdiente Anerkennung. Für sein pädagogisches Engagement als langjähriger Professor am Gymnasium erhielt er 1989 den Titel Oberstudienrat. Für sein gesellschaftliches und religiöses Engagement – denke man nur an die Mitbegründung des Kunstraums Dornbirn, die überaus beliebten „kleinen“ Kunstfahrten oder seinen Einsatz für die Kirche Maria Heimsuchung in Haselstauden, wurde ihm 2001 das Große Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg und 2010 den Silvesterorden durch Papst Benedikt XVI verliehen.

Doch auch die Leiterin des Stadtmuseums würdigte den Jubilar. „In seinen Werken hält der Künstler besondere Augenblicke fest. Religiöse Augenblicke der Hoffnung, die zu Impulsen werden können. Die Bilder seiner Industriebauten, welche den ständigen Wandel Dornbirns dokumentieren, werden zu Zeugen vergangener und gegenwärtiger Arbeitswelten“, sagt Petra Zudrell. Ein Lieblingsmotiv des Malers ist der Staufen. „Ihn empfinde ich immer wieder als Vulkankegel. Dankbar, dass er „ruhig“ ist, auch wenn das hektische Tun und Treiben zu seinen Füßen auf mich oft „beunruhigend“ wirkt. Und dass er oft blau erscheint, hat schon der Blaumaler Luger betont. Ihm bin ich dankbar für seinen Schirm, den ich geschenkt bekam.“ Die Maltechnik ist die der Ölfarbe. Warum? „Sie bleibt beim Malen lange offen. Das heißt, sie braucht Zeit zum Trocknen. Das gibt mir die Zeit zum Nachdenken, zum Erspüren der Bildinhalte, zum Erleben und zum Schauen“. Für die musikalische Umrahmung beim Festakt sorgte Stephan Hladik.

Ausstellungsdauer: vom 15. März – 19. Mai 2019 im Stadtmuseum

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