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Die Suche nach den eigenen Wurzeln

Ulrich Rhomberg, Harald Rhomberg und Referentin Ursula Simmerle gaben Tipps zur Ahnenforschung.
Ulrich Rhomberg, Harald Rhomberg und Referentin Ursula Simmerle gaben Tipps zur Ahnenforschung. ©Bianca Nekrepp
Ahnenforschung – ein Hobby der besonderen Art.
Vortragsabend Ahnenforschung

Dornbirn. Irgendwann kommt für viele Menschen der Moment im Leben, in dem sich fragt wo seine eigenen Wurzeln liegen. Die erste Anlaufstelle dafür sind die eigenen Eltern und folglich die Großeltern. Doch dann wird’s meistens spärlich mit den Informationen und alte, verstaubte Fotoalben geben auch keine weitere Auskunft. Ahnenforschung ist umfassend. In Vorarlberg gibt es einige Verein, die sich intensiver mit diesem Hobby auseinandersetzen. Unter anderem das Family History Center Dornbirn, die Interessengemeinschaft Ahnenforschung Ländle (IGAL) oder die Dornbirner Geschichtswerkstatt, die vergangene Woche Mitglieder und Interessierte zum Vortragsabend luden. Im Vorarlberger Hof erwarteten Obmann Ulrich Rhomberg, Harald Rhomberg (Stadtarchiv Dornbirn) und Referentin Ursula Simmerle (Leiterin des Family History Centers) zahlreiche Gäste.

Genealogie im Ländle

Genealogie, die Lehre des Stammbaumes, korrespondiert mit vielen anderen Wissenschaften, wie die Geographie, Kartografie, Geschichts-, Landes- und Heimatkunde, Wanderungsgeschichte, Heraldik sowie Siegel-, Handschriften- und Aktenkunde. „Es ist gerade zu Beginn nicht einfach die Übersicht zu bewahren“, meint Simmerle. Sie rät daher: „Sammelt zunächst alles was ihr findet: Briefe, Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden sowie Ahnenpässe. Schritt für Schritt mit Mut und Ausdauer“, erklärt die Referentin weiter. Oftmals stelle sich dann die Frage: Wo finde ich weitere Daten? Matriken sind hierfür eine große Hilfe. Vorarlbergs Matrikenbücher sind alle im Internet recherchierbar und weitere Möglichkeiten im Archiv der Diözese Feldkirch. „Eine weitere Hilfestellung ist die Homepage familysearch.org“, meint Simmerle. Neben abrufbare Mikrofilme ist es auch möglich einen Online-Stammbaum zu erstellen. Als weitere seriöse Quellen zählt Simmerle Urbare, Grundbücher, Abgabeverzeichnisse, Zins-, Zehent- und Zunftbücher sowie Urkunden auf. Anschließend sollte man alle Namen (mit Daten), die zusammengetragen wurden, in eine leere Ahnentafel einfügen. „Generation für Generation arbeitet man sich dann durch die Jahrhunderte – und ist oftmals überrascht, in welche Richtung die Hobbyforschung einen treibt“, so die Referentin abschließend. In andere Länder, Religionen und Strukturen. „Es ist ein sehr spannendes Hobby, das sehr zeitaufwändig sein kann.“

Unterstützung erhalten

Weitere Tipps dazu geben die ortsansässigen Vereine gerne weiter. Das Center für Familienforschung (Kehlerstraße 23, Dornbirn) wurde im Jahre 2006 eröffnet und erfreut sich seither großer Beliebtheit. Viele Forscher haben den Weg hierhin gefunden. Die Mitglieder bieten dort kostenlose Hilfe und Beratung für alle Anfänger und Fortgeschrittene. „Wir helfen beim Lesen alter Schriften oder geben ihnen Tipps um Wege zu finden, wo überall man mehr über ihre Vorfahren finden kann“, führt Simmerle im Interview weiter aus. Auch der Verein IGAL – Landesverein für Familienforschung in Vorarlberg (www.igal.at) unterhält eine kleine Bibliothek zum Thema Familienforschung und veranstaltet Kurse oder regelmäßige Forschertreffs in den verschiedenen Regionen.

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