Die Sterne sind etwas näher

©VMH/Andreas Uher
Bregenz - Für über drei Stunden wurden gestern im Festspielhaus gewöhnlich erdige Menschen in andere Sphären geführt.
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Turners Sicht auf das Universum
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B09 hat Zukunfsvisionen ausgelöst
Impressionen B09 - Visions of the Future

Beim Symposion „B09, Vision of the Future“ führte der rennomierte Astro-Physiker und Kosmos-Forscher Prof. Dr. Michael S. Turner durch eine faszinierende Reise ins Universum und darüber hinaus.

Milliarden

„Lange blieb das Universum außer Reichweite unseres Verstandes und unserer Instrumente“, meinte Turner einleitend. Das habe sich in den letzten hundert Jahren dramatisch geändert. Turner verwies auf Einstein und auf Hubble. Letzterer habe mit seinem Teleskop erst so richtig den Blick außerhalb unseres Planeten ermöglicht. „Heute wissen wir über unsere Galaxie. Und wir wissen, dass es Milliarden Galaxien gibt. Jede dieser Galaxien hat Milliarden von Sterne. Bei der Beschäftigung mit Kosmologie muss man prinzipiell immer von Milliarden sprechen“, zeichnete Turner unvorstellbare Dimensionen. In weiterer Folge sprach der Wissenschaftler über Erkenntnisse bezüglich Entstehung des Universums, dessen Entwicklung, über den Beginn von Raum und Zeit und verwies auf die Wahrscheinlichkeit, dass es noch viele Universen gibt, die durch einen „großen Knall“ entstanden sind. Das habe schließlich zum Begriff Multiversum geführt.

Rätsel bleiben

Unser Universum würde sich mit rasanter Geschwindigkeit ausweiten, betonte Prof. Turner. Es bestehe aus Atomen, vor allem aber aus schwarzer Materie und schwarzer Energie. „Wir wissen bereits einiges über die schwarze Materie, welche über die Schwerkraft hinaus Sterne und Planeten zusammenhält. Nur die schwarze Energie ist für uns großteils noch ein Mysterium“, erklärte Prof. Turner. „Wir wissen viel, aber wir verstehen viel weniger“, gab der 59-Jährige geborene Kalifornier ein Bild vom Stand der kosmologischen Forschungen.

Humorvoll

Beim abschließenden Gruppen-Workshop wurde der aus Kalifornien stammende Professor von den anwesenden Teilnehmern mit einer Menge hochinteressanter Fragen bombardiert, die er mit großer Leidenschaft und Witz alle zu beantworten versuchte. Auch einen humorvollen Seitenhieb auf das Wesen der Wissenschaftler wollte er sich nicht verkneifen. „Wir sind alle wie kleine Kinder, die nie genug bekommen können“, meinte er scherzhaft. Und bezog sich bei Letzterem auf die Mittel, welche die Forschung immer wieder einfordert.

Vortrag von Astrophysiker Turner:

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B09 hat Zukunfsvisionen ausgelöst:

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