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Die Spuren in der Sahara vergehen nie

Vergangenen Samstag ist der Bludenzer Peter Hinterreiter von einer dreiwöchigen Sahara-Tour zurückgekehrt. Gesund und glücklich, mit seiner Reisegruppe.

Von den 31 Touristen, die in Algerien verschollen sind, hat der Reiseveranstalter zwar schon in Afrika erfahren. „Helfen konnten wir aber nicht.“

Das Gebiet ist großräumig vom Militär abgesperrt. Suchtrupps gelangen erst gar nicht in die Nähe jenes Gebietes rund um Illizi, wo die 31 Touristen angeblich verschwunden sind.

“VN”: Sie bereisen die Sahara bereits seit 20 Jahren. Glauben Sie, dass sich die Touristen verirrt haben?

Hinterreiter: Auf gar keinen Fall. In dem Gebiet, in dem die 31 Menschen vermisst werden, verläuft eine eindeutige ‚Piste’. Sie wird zudem von Bergen und meterhohen Sanddünen eingegrenzt.

“VN”: Wo glauben Sie sind die 31 Sahara-Reisenden?

Hinterreiter: Schon im Vorfeld haben mir die einheimischen Tuaregs erzählt, dass es Probleme zwischen extremen Gruppen und der Regierung gibt. Ich glaube, dass die Touristen Opfer eines Politikums und somit entführt worden sind. Sie sind sicher noch am Leben. Mit ein Beweis: das Gebiet wird vom Militär großräumig abgesperrt.

“VN”: Wer oder was kann jetzt helfen?

Hinterreiter: Private Hilfstrupps sind leider zum Nichtstun verurteilt. Eine effektive Intervention kann jetzt nur noch von oberster und vor allem heimischer Stelle erfolgen. Da denke ich vor allem an Gadaffi. Er ist in Nordafrika ein einflussreicher Mann. Mit seinem Sohn haben wir dahingehend bereits Kontakt aufgenommen.

“VN”: Die Sahara – ein gefährliches Urlaubsziel?

Hinterreiter: In den 20 Jahren, in denen ich Gruppen durch die Sahara begleitet habe, ist so etwas noch nie passiert. Überfälle gibt es immer wieder, Menschen sind aber noch nie verschwunden. Eines ist jedoch zu unterscheiden: Während in Lybien immer ein Führer dabei sein muss, schreibt Algerien das nicht vor. Ein GPS-System alleine reicht nicht aus. Gerade für Individualtouristen, zu denen die Vermissten zählen, kann dies zum Nachteil werden.

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