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Die "Spiellust "schlägt wieder zu

Tosenden Applaus gab's nach der Vorstellung für die "Stars" der Spiellust.
Tosenden Applaus gab's nach der Vorstellung für die "Stars" der Spiellust. ©Franz Steiner

BREGENZ. 250 jung gebliebene 1947 Jahrgänger vor der Bühne und acht auf der Bühne – das kann nur eines bedeuten: Die „Spiellust ’47“ strapaziert einmal mehr die Lachmuskel des Publikums, und das heuer bereits zum 19. Mal. Dabei geht es um ein „todernstes Thema“, nämlich um die Erkenntnis „Männer sind auch nur Menschen“. Das Einzige, was Männer nämlich im Kopf haben, ist bekanntlich immer nur „ das Eine“ – nämlich die eigene Ehefrau glücklich zu machen, wenn nötig auch über holprige Umwege. Was so arme Männer dabei erleiden, davon kann Walter Micheluzzi ein gar grausames Lied singen, denn er verkörpert auf der Bühne den bedauernswerten Walter Vögele. Dass Haushälterin Lotte, verkörpert von Monika Amann, ihn im unnachahmlichen böhmischen Dialekt „Fägele“ nennt, hat wirklich nichts mit seinen nächtlichen Freizeitvorlieben zu tun. In den Fängen sexsüchtiger Frauen steht der arme „Fägele“ zu guter Letzt bei seiner eigenen Frau (Helene Häusle) seinen Mann, das aber natürlich bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Diese Öffentlichkeit war am Sonntag aus dem ganzen Land nach Bregenz geströmt: Von A wie Altach bis Z wie Zwischenwasser waren die Jahrgänger gekommen, um zu sehen, was ihre Bregenzer Altersgenossen da auf die Bühne des Gösser-Saals zaubern. Mit Sekt wurden sie von den Komödianten am Eingang ins Gösser begrüßt und nach zwei Lachmuskelstrapazierenden Stunden gab’s Stärkung mit Wiener Schnitzel und Kartoffelsalat. Unter jenen, die sich das Stück und die Schnitzel schmecken ließen, sah man auch den Mitbegründer der „Spiellust ’47“, Landespolizeidirektor Manfred Bliem, den pensionierten „Grünen“ Walter Micheluzzi, den Wolfurter Alt-Bürgermeister Erwin Mohr und Spanienheimkehrer Werner Berkmann. Die Theatergruppe aus Thüringen war ebenso der Einladung nach Bregenz gefolgt, wie jene aus Lauterach. Und alle miteinander schwangen sie nach dem Schnitzelmahl (Schweine- oder Putenschnitzel nach Wahl) ihr Tanzbein bei Klängen der von der Schweinegrippe geschwächten „Muntermacher“.

Wer auch dem grauen Alttag entfliehen und herzlich lachen möchte, an folgednen Tagen steht das Stück „Männer sind auch nur Menschen“ auf dem Programm:
Freitag: 13.11. 19.30 Uhr
Samstag: 14.11. 19.30 Uhr
Samstag: 21.11. 19.30 Uhr
Freitag: 27.11. 19.30 Uhr
Samstag: 28.11. 19.30 Uhr
… und heuert letztmalig: Sonntag, 29. 11. 16.00 Uhr
Kartenreservierungen:
täglich bei Marlies Micheluzzi☎ 0664/5287911
täglich bei Monika Amann☎ 0664/7800655
oder an der Abendkasse.

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