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Die Spezialisten für Kunststoffprodukte

Luks Kohler lernt von seinem Ausbildner Daniel Schäffler die Geheimnisse des Kunststoffs
Luks Kohler lernt von seinem Ausbildner Daniel Schäffler die Geheimnisse des Kunststoffs ©Gerty Lang
Luag, was ma wera künnt: Kunststoffformgeber. Als Kunststoffformgeber muss man ein Händchen für Spritzgussmaschinen haben.
Kunststoffformgeber

Dornbirn. Lebendig, spannend, originell ist die Lehre, für die sich Julian Wachter (3. Lehrjahr) und Lukas Kohler (1. Lehrjahr) entschieden haben. Sie arbeiten bei 1zu1 Prototypen, einem der führenden Unternehmen für Modellbau, Prototypen- und Kleinserienfertigung in Europa. „Speziell im 3D-Druck hat die Zukunft gerade erst begonnen. Junge Originale haben bei uns immer eine Chance, ausgerüstet mit handwerklichem Geschick und technisch orientiertem Denken. Mit der Faszination für Projekte, die in der obersten Liga mitspielen,“ sagt der Ausbildungsleiter Daniel Schäffler. Der Beruf des Kunststoffformgebers hat sich bei der Jugend noch nicht so richtig durchgesetzt, denn die Ansprüche an die Lehre sind hoch.

„Man muss sich schon mit Zahlen auskennen“, lacht Julian, der zurzeit einen Turnus im Vertrieb und im Büro macht. Seine dreijährige Lehre hat er fast beendet. „Nein, Kunststofftechniker möchte ich nicht werden. Für mich passt der Formgeber gut. Für den Techniker braucht man einen Notenschnitt von mindestens 2. Im zweiten Lehrjahr hatte ich 2,2. Jetzt habe ich die Berufsschule in Oberösterreich mit 1,8 abgeschlossen“, erzählt der sympathische 18-jährige. Für mich ist die Arbeit wichtig und das Betriebsklima. In der Firma lerne ich alles von Grund auf, werde in jeder Abteilung eingesetzt und bin kein ‚Zureicher’ wie in anderen Betrieben. Ich trage deshalb für mein Tun auch Verantwortung. Ich arbeite gerne an Maschinen.“ Mit den Spritzgussmaschinen hat er nun das Richtige gefunden, sodass er seine Lehre in einem Guss durchzieht.

In der Lehrwerkstätte fängt es an

Daniel Schäffler bringt seinen Lehrlingen die richtigen Kniffe bei. „Das erste Lehrjahr verbringen sie in der Lehrwerkstatt. Derzeit bilden wir 25 Lehrlinge aus. Drei davon als Kunststoffformgeber. Im 2. Lehrjahr fällt die Entscheidung, ob es für die Ausbildung zum Techniker reicht. Der 15-jährige Lukas Kohler will definitiv die vierjährige Lehre zum Techniker machen. „Mit gefällt der Beruf. Derzeit drehe und fräse ich und kann auch an verschiedenen Werkstücken arbeiten“. Er demonstriert, wie eine Halterung für ein Handy entsteht. Von der Mischung bis zur Vakuum-Rühr-Mischanlage ist alles bis zu 80 Prozent Handarbeit. Besonders interessant findet er, wie aus Verbindungen die unterschiedlichen Kunststoffarten entstehen. Mit viel Druck wird nämlich der Rohstoff durch die Maschinen gepresst, die ihn dann in die unterschiedlichsten Teilchen formen. Ein faszinierender Vorgang, der sich beim Dornbirner Kunststoffunternehmen permanent wiederholt.

 

Lehrbetrieb
1zu1 Prototypen GmbH & Co KG
Färbergasse 15, 6850 Dornbirn
Tel. 05572 52946-0
E-Mail: info@1zu1.eu
Web: https://www.1zu1prototypen.com

 

Was macht den Beruf aus?

Daniel Schäffler, Ausbildungsleiter
Kunststoffformgeber sind super Arbeiter, die ihren Beruf leben. Der Schwerpunkt liegt in der Werkstoffverarbeitung, der spezifischen Anwendung sowie das Bedienen der Fertigungsanlagen. Bei uns erhalten die Jungs eine Ausbildung, die über das Berufsbild hinausgeht.

Julian Wachter, 3. Lehrjahr
Bei uns in der Firma herrscht ein familiäres Ambiente. So macht die Arbeit noch mehr Spaß. Obwohl der Beruf nicht so bekannt ist, ist er für mich genau der Richtige. Mir gefällt, dass man während der Lehre in allen Abteilungen eingesetzt wird und was mit einem 3D-Drucker alles machen kann.

Lukas Kohler, 1. Lehrjahr
Der Beruf bietet viel Abwechslung, weil man immer etwas Anderes machen muss. Die Schule ist schon sehr schwer, aber bei Problemen hilft mir mein Ausbildner. Man muss eben den Willen zum Arbeiten und den Kopf bei der Sache haben. Ich darf auch schon kleine Prototypen anfertigen.

 

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