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Die Spengler haben den Dreh raus

Durch die Vielseitigkeit hat Manuel Freude am Beruf des Spenglers gefunden
Durch die Vielseitigkeit hat Manuel Freude am Beruf des Spenglers gefunden ©Gerty Lang
Luag, was ma wera künnt: " Spengler" Die Spengler hinterlassen mit ihren Arbeiten einen bleibenden Eindruck.
Lehre als Spengler

Lustenau.  Der Spengler gilt als Künstler unter den Handwerkern. Er weiß Handwerk, moderne Technik und gestalterisches Können zu kombinieren.

Darum ist in diesem Beruf neben technischem Verständnis und Freude an verschiedenen Metallen auch ein Blick für das Wesentliche gefragt. In der Spenglerei Peter Fink in Lustenau absolviert Manuel Buliad gerade sein zweites von drei Lehrjahren. Zuerst konnte sich der Siebzehnjährige absolut nicht vorstellen, diesen Beruf zu erlernen. „Ich wollte nämlich Fußballer werden“, gesteht er lachend. Nicht das runde Leder, sondern Edelstahl und Metallbleche bestimmen jetzt seinen Alltag. In seiner Arbeit geht er auf, besonders, wenn er den Schweißbrenner in seiner Hand hält. Er arbeitet bereits selbstständig. „In unserer Firma haben wir mit den Bauspenglern absolut nichts gemeinsam.

Da wir aber zusammen in die Berufsschule in Bregenz gehen, lerne ich so auch die andere Seite des Berufs als Dachspengler kennen. Ich weiß, wie man Dachrinnen und Kesselrinnen anfertigt. Aber das, was wir hier machen, gefällt mir viel besser. Und zudem habe ich einen tollen Chef.“ Gemeinsam mit Peter Fink und den anderen Mitarbeitern fertigt Manuel Zylinder, Kegel und Würfel. Er arbeitet an Maschinenverkleidungen und Sonderteilen. „Unsere Arbeit erinnert eher an die eines Blechschlossers“, so der Chef. Geländer und Handläufe sowie Tischgestelle sind für Manuel keine Hexerei mehr. Trotz Einsatz moderner Maschinen ist in diesem Beruf viel Handarbeit angesagt.

Er lernt zuschneiden, stanzen, biegen und sägen. Es ist ein Beruf, in dem Genauigkeit und sicheres Arbeiten gefragt sind. Die Produktpalette ist sehr vielseitig, da es sich um keine Fließbandarbeit handelt. Spengler verarbeiten für die verschiedensten Verwendungszwecke alle Arten von Blech. Sie stellen Halb- und Fertigprodukte aus Metallblechen wie Aluminium- oder Kupferbleche her und führen die Montage, Instandhaltung und Reparatur der Produkte durch. Da Peter Fink im Herbst wieder einen Lehrling einstellt, bietet er ihnen an den Schnuppertagen doch etwas Besonderes. „Es werden Feuerkörbe gefertigt. Die Interessenten dürfen unter Aufsicht zuschneiden, schweißen und auch plasmaschneiden. „Gute Noten in Mathe oder Geometrisch Zeichnen sind bei dieser Lehre von Vorteil.

Wichtiger sind jedoch das Interesse und das Verständnis an der Arbeit. Auch Mädchen dürfen sich angesprochen fühlen, da bereits zwei Frauen die Lehre als Spenglerin bei mir abgeschlossen haben“, meint Fink abschließend.

 

Lehrbetrieb:
Peter Fink, Spenglerei
Sägerstraße 47
Tel. 05577 62786

Firmenfacts:
1998 Gründung der Firma
5 Mitarbeiter
Spezialisiert auf Sonderanfertigungen im Stahlblechbereich.

 

Was gefällt dir an deinem Beruf?

Peter Fink, Chef und Lehrlingsausbildner
Schon als Junge hat mich die Vielseitigkeit dieses Handwerks fasziniert. Obwohl bei mir der Spenglerberuf nicht an erster Stelle stand, lernte ich durch ausgezeichnete Lehrmeister die Möglichkeiten in der Metallverarbeitung kennen. Jetzt ziehe ich mir eigene Fachleute heran.

Manuel Buliad, 2. Lehrjahr
Nach dem Poly hatte ich überhaupt keine Lehrstelle in Aussicht. Als Peter einen Lehrling gesucht hat, habe ich mich beworben. An den Schnuppertagen bekam ich dann einen Einblick, was dieser Beruf bietet. Mir gefällt das Wannenbiegen und Schweißen. Für mich ist es einfach ein toller Beruf.

Peter Grabher, gelernter Spengler
Vor 12 Jahren habe ich bei Peter die Ausbildung als Spengler gemacht. Dann war ich fünf Jahre in einem anderen Betrieb in der Metallbranche tätig. Vor gut einem Jahr bin ich dann aber wieder in die Firma zurückgekommen, einfach, weil es mir hier gut gefällt und die Arbeit Spaß macht.

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