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Die Not hat auch in Vorarlberg viele Gesichter

Die Not hat viele Facetten und Gesichter. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht 2003 des Instituts für Sozialdienste (IfS) hervor, der heute, Donnerstag, in Bregenz präsentiert wurde.

25.522 Personen (2002: 24.000) ließen sich im vergangenen Jahr vom Institut für Sozialdienste (IfS) in schwierigen Lebenssituationen beraten und weiterhelfen. „In Teilbereichen stößt das IfS an seine Kapazitätsgrenzen“, berichtete Geschäftsführer Stefan Allgäuer.

Mehr als die Hälfte aller Krisen-Beratungen stand in einem Zusammenhang mit Beziehungsproblemen, mit Schwierigkeiten zwischen Partnern, Eltern, Kindern oder Freunden. Eine Ursache sieht Allgäuer im hohen Erwartungsdruck („alles soll klappen“) in Arbeitswelt, Schule oder Familie. Schon kleinste Zwischenfälle führten manchmal zur Überforderung oder zum Crash. Vernünftigerweise seien immer mehr Menschen bereit, rechtzeitig und vorsorglich die Dienste des IfS in Anspruch zu nehmen. „Wir leben in einer Zeit mit vielen spannenden Herausforderungen. Für viele Menschen birgt aber gerade diese Vielfalt an Möglichkeiten die Gefahr, den Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden und in eine schwere Krise zu stürzen“, weiß Allgäuer.

Der Umsatz aller IfS-Einrichtungen betrug im Vorjahr 14 Mio. Euro (nach 13,4 Mio. Euro). Aufgebracht wird die Summe überwiegend aus dem Vorarlberger Sozialfonds, aus Eigenleistungen der Klienten, aus Bundesmitteln, aus Mitteln des AMS und BSA und Spenden. Angesichts der überall angespannten Finanzlage fordere er nicht automatisch mehr Geld, müsse aber daran erinnern, dass das IfS bei praktisch gleich bleibendem Budget deutlich seine Kapazitätsgrenzen spürt, erinnerte der Geschäftsführer. Das Institut für Sozialdienste – ein Verein, der zu 90 Prozent von Bund, Land und Gemeinden finanziert wird – betreibt sechs Beratungsstellen in allen Städten des Landes und in Andelsbuch im Bregenzerwald, Schulden-, Erziehungs-, Erwachsenen – und Familienberatung, Patientenanwaltschaft, Sachwalterschaft und andere Fachstellen, zwei Sozialpädagogische Wohngemeinschaften, fünf Krisenwohnungen, eine Frauen-Notwohnung und eine Wohnung für Menschen mit geistiger Behinderung.

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