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Die neue Heimat Camargue

Sylvia Kürsteiner holt „Samba“ und ihr Fohlen von der Weide.
Sylvia Kürsteiner holt „Samba“ und ihr Fohlen von der Weide. ©kl
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Lustenau/St. Gilles (kl) Urlaub in Frankreich und keiner spricht Deutsch? Nicht so im Le Mas Blanc außerhalb von St. Gilles in der Camargue. Hier wird der Gast von der Hausherrin in breitem Lustenauer Dialekt empfangen, Schweizer dürfen sich sogar über eine Begrüßung auf Schweizerdeutsch freuen. Vor 20 Jahren wanderte Silvia Kürsteiner mit ihrem damaligen Partner Richard Wigger mit dem Traum von einem Gästehaus und weißen Pferden in der Tasche nach Südfrankreich aus. Le Mas Blanc schien ideal und wurde nach längeren Verhandlungen gekauft. Vier wunderschöne weiße Camargue-Pferde bildeten den Grundstock für die beabsichtige Pferdezucht. „Das typisch provencalische Landhaus aus dem 17. Jahrhundert war in einem sehr schlechten Zustand und musste von Grund auf saniert und renoviert werden“, erklärt Sylvia Kürsteiner. Als zwei Zimmer fertig waren, kamen auch die ersten sonnenhungrigen und Pferde liebenden Gäste, Freunde von Sylvia und Richard. Zehn Jahre dauerte es, bis das Haus komplett fertig war und sich in den fünf Zimmern und der Ferienwohnung nun 12 Personen vom Alltag erholen können. Eine kleine Ferienwohnung steht für Urlauber zur Verfügung, die länger in Südfrankreich bleiben wollen. Außerhalb des Ortes und nahe der Petit Rhone gelegen bietet das Mas Blanc Ruhe für gestresste Gäste und Erfrischung für diejenigen, die nicht die gut 30 Kilometer ans Meer zum Schwimmen fahren wollen.

Respekt verdient

Wie Sylvia erzählt, war es für sie als Ausländerin nicht so einfach, Fuß zu fassen. „Als die Pferdezüchter jedoch sahen, dass mir viel an meinen Pferden liegt und ich auch die Zucht von Camargue-Pferden ernst nahm, blieben Respekt und Anerkennung nicht aus“, sagt Sylvia. Inzwischen stehen 28 Pferde auf ihren Koppeln, von denen 15 den Reitern zur Verfügung stehen. Auf begleiteten Ausritten mit Wanderreitführerin Nathalie können Urlauber die faszinierenden Marais-Landschaften mit Stier- und Pferdeherden sowie Reisfeldern kennenlernen oder rosa Flamingos bei Tagesausritten ins Naturschutzgebiet am Meer beobachten.

Leberkäs und Spätzle

Ihr Wunsch nach einem gemütlichen Zuhause für sich und ihre Gäste hat sich für Sylvia Kürsteiner erfüllt. In den Herbst- und Wintermonaten bekommt Sylvia Besuch von ihrer Mutter und Bekannten aus Lustenau. Die bringen dann Leberkäs mit, der mit Lustenauer Senf zum Frühstück verspeist wird. Käsknöpfle stehen dann natürlich auch auf dem Speiseplan. Zurückwandern nach Österreich kommt für Sylvia aber nicht in Frage, sie hat in der Camargue ihr Zuhause gefunden.

ZUR PERSON:

Sylvia Kürsteiner Geboren: 1955 in Lustenau, aufgewachsen in der Schweiz und Lustenau Ausbildung: Volks-, Haupt- und Handelsschule, Matura (Fernstudium auf den Malediven) Hobbys: Pferde, Camargue und Reisen.

Mehr Infos zu Sylvia Kürsteiner und dem Le Mas Blanc auf www.lemasblanc.fr.

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