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"Die nächsten Wochen werden noch einmal herausfordernd"

Bundeskanzler Sebastian Kurz ist zuversichtlich, dass 2021 wieder Normalität herrscht.
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Zwar keine kurzfristigen, dafür aber mittelfristig und langfristig gute Nachrichten hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz beim Wirtschaftsforum mit im Gepäck. „Wir erleben gerade eine massive zweite Welle und die medizinischen Kapazitäten befinden sich an ihren Grenzen. Die Maßnahmen sind nicht angenehm, aber notwendig. Was mich aber optimistisch stimmt, ist der Fortschritt beim Coronaimpfstoff. Er kommt schneller, als erwartet wurde“, ist Kurz zuversichtlich, im ersten Halbjahr 2021 mit den ersten Impfungen beginnen zu können und die Pandemie dadurch in den Griff zu bekommen.

Man habe auch bereits Gespräche über Zusatzeinkäufe geführt. Spätestens mit einer Impfung könne man auch schrittweise wieder zu einer Normalität zurückkehren.

Ob es weitere Verschärfungen geben wird? Da will und kann sich der Bundeskanzler nicht festlegen. Man sei gerade dabei, die aktuellen Maßnahmen zu evaluieren und könne in ein, zwei Tagen mehr dazu sagen. Das diene wiederum als Basis für weitere Entscheidungen.

„Die Situation aktuell ist sehr ernst. Aber wir sehen auch in anderen Ländern wie zum Beispiel in Israel, dass dort die Lockdown-Maßnahmen ihre Wirkung gezeigt haben.“

Betriebe vorbildlich

In den heimischen Betrieben sei die Disziplin sehr hoch, was die Einhaltung der Hygienemaßnahmen betrifft, attestiert Sebastian Kurz. Hier gebe es vergleichsweise wenig Ansteckungen. „Diese finden hauptsächlich außerhalb des Arbeitsplatzes statt“, sagt der Politiker. Zudem würden die Unternehmen einen großen Beitrag zum Erhalt der Arbeitsplätze leisten. Zu Entlassungen würde es nur dann kommen, wenn es gar nicht anders gehe. Die nächsten Wochen werden nun aber noch einmal herausfordernd werden.

So sei es beispielsweise fast unmöglich zu prognostizieren, was für ein Winter der diesjährige werde. Die Gefahr liege nämlich auch in einem zu schnellen Hochfahren. Das könnte dazu führen, dass die Infektionszahlen wieder ansteigen, was wiederum Einfluss auf die Reisewarnungen von wichtigen Ländern wie Deutschland habe.

Der Zusammenarbeit mit den Grünen in der Bundesregierung stellt Bundeskanzler Kurz jedenfalls ein gutes Zeugnis aus. „Das Klima in der Koalition ist gut. Alles andere wäre in dieser Zeit auch nicht tragbar.“

Zusammenarbeit mit Biden

Auch zur Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden hat Sebastian Kurz eine positive Erwartungshaltung. Speziell was das Zugehen auf die Europäische Union, den Klimaschutz oder den Freihandel betrifft. Man dürfe aber nicht erwarten, dass ein Präsident Biden alle amerikanischen Positionen anders sehen wird. „Wer das glaubt, der irrt.“

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