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"Die Mundart liegt mir am Herzen"

Irma Fußenegger schreibt an ihrem dritten Gedichtband. (Foto: EH)
Irma Fußenegger schreibt an ihrem dritten Gedichtband. (Foto: EH) ©edithhaemmerle

Mundartautorin Irma Fussenegger arbeitet an ihrem dritten Gedichtband.

Dornbirn. Irma Fussenegger ist, wie sie selbst sagt, eine leidenschaftliche Oma – und das Schreiben in Mundart liege ihr auch sehr am Herzen. Aus ihrer Vorliebe Gedichte zu schreiben, entstand im Jahr 1996 der erste Gedichtband “Schenk mior, Ma, a kläle Zit!” Mit diesem bisschen Zeit schenken meinte Irma Fussenegger nicht ihren eigenen Mann. “Es handelt sich mehr um ein befreundetes Ehepaar, bei dem der Mann berufsbedingt nur sehr wenig Zeit für die Frau erübrigen konnte”, erläutert die Autorin den Inhalt. Sie weiß, dass es in vielen Beziehungen so läuft. Sie legt viel aus ihrem Leben, und aus dem Umfeld nahe stehender Menschen in ihre Texte hinein.

Aus dem Leben gegriffen
Heiteres und Besinnliches aus dem Leben gegriffen – Texte mit viel Gefühl – sind auch in ihrem zweiten Gedichtband “Komm, hock a klä ane”, beinhaltet. Die Aufforderung zum “Ane hocka” lädt wieder ein, sich ein bisschen Zeit zu nehmen. Alles “uf Doarobiorarisch”, versteht sich. “Damit der Dialekt nicht gar so schnell ausstirbt, schreibe ich meine Gedichte in Mundart”, sagt Irma Fussenegger und verrät dabei auch, dass bereits ihr drittes Buch in Arbeit ist. “Das wird aber noch eine Weile dauern”, meint sie, “es wird sicher Weihnachten werden, bis es erscheint.” Nicht zuletzt deshalb, weil die Ausbildung zur Schreibpädagogin in Wien viel Zeit beansprucht. Neben ihrer Tätigkeit in der Stadtbücherei und dem Schreiben ihres dritten Buches, sollte aber noch genügend Zeit bleiben für ihre vier Enkelkinder Oma zu sein. Im Rahmen der Büchereitätigkeit leitet sie die Schreibwerkstatt “Offenes Schreiben”. Dabei unterstützt sie heimische Hobby-Literaten – regt sie untereinander zum Impuls und gegenseitigem Gedankenaustausch an. Mit Gedanken zum Schreiben beflügeln lässt sich die Mundartdichterin auch während ihrer Gartenarbeit, die zu ihren Hobbys zählt.

Dialekt
Wie Irma Fussenegger zum Schreiben kam? “Eigentlich war es Rudl Flax, der Göte meines Mannes”, erzählt sie, “der mich dazu animierte speziell in Mundart Gedichte zu schreiben. Ich habe auch meine Kinder immer dazu angehalten Doarobiorarisch zu reden. Damit sie es nicht verlernen”, lacht Irma Fussenegger. Obwohl die Kinder manches Mal in der Schule belächelt wurden, blieb sie hartnäckig. “Es wäre schade, wenn die Mundart verloren ginge”, fügt die dreifache Mutter hinzu. Und wer die Mundartgedichte von Irma Fussenegger gelesen oder gehört hat, kann dem nur beipflichten. So darf man gespannt sein, was die Dornbirnerin in ihrem neuesten Buch auf Doarobiorarisch zu erzählen weiß. (EH)

Zur Person
Irma Fussenegger
Geboren: 1955
Wohnort: Dornbirn-Hatlerdorf
Familie: verheiratet, 3 Kinder, 4 Enkelkinder
Hobbys: Familie (leidenschaftliche Oma), Schreiben in Mundart, Garten
Lieblingsautor: Paolo Coelho
Lebensmotto: Z’frioda si, mit deam, was ma heat

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