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Die Mondbohne

Trotz aller meiner Klugheit und Schnelligkeit war ich unverhofft zum Gefangenen der Narrenpandämonie des schwarzen Kaisers geworden. Ich wurde fuckziniert, durchgespritzt, maskiert und unter Quarantäne gestellt, genau wie einer der Volksesel. Im Gefängnisgarten musste ich jeden Morgen Kaiser Kurz‘ Covidfürze gießen, sie tagsüber auf Inzidenzen ohne Evidenzen (1) weiden und am Abend sie den heimischen Eseln in SteinzeitimBild evidenzfrei vorführen. Was stank das zum Himmel!

Eines Tages ging mir plötzlich ein Covidfurz ab. Ich merkte aber sofort, dass ihn zwei Wirrologen entdeckt hatten und heimlich nachpressen wollten. Das erkannte ich an der seltsamen Haltung ihres Hinterns.

Da ich gerade nur den Babyelefant mit Silberkopfschmuck bei mir hatte, packte ich diesen und schleuderte ihn Richtung der zwei Röhrchenwichser, um sie wegzuscheuchen. Den armen Covidfurz konnte ich tatsächlich dadurch befreien. Allein durch einen allzu starken Schwung meines Armes flog der silberne Kopfschmuck in die Höhe und hörte nicht auf zu steigen, bis er im Mond niederfiel. Wie sollte ich ihn nun wiederkriegen? Mit welcher Leiter ihn herunterholen? Da fiel mir ein, dass Kletterbohnen sehr geschwind und ganz erstaunlich hoch emporwuchsen. Sofort pflanzte ich eine Bohne, welche wirklich emporwuchs, und sich an eines Mondes Hörnern von selbst anrankte.

Nun kletterte ich zum Mond empor, wo ich auch glücklich anlangte. Den silbernen Kopfschmuck des Elefäntleins wiederzufinden, war ein mühseliges Stück Arbeit, weil auf dem Mond alles wie Silber glänzte. Endlich fand ich ihn doch auf einem Haufen Stroh. Nun wollte ich wieder zurückkehren, aber ach! Die Sonnenhitze hatte indessen meine Bohne aufgetrocknet, so dass daran nicht wieder herabzusteigen war. Was war nun zu tun? Ich flocht mir einen Strick vom vorgefundenen Stroh, so lang ich ihn nur immer machen konnte. Diesen befestigte ich am unteren Horn des Mondes und ließ mich daran herunter.

Mit der rechten Hand hielt ich mich fest und mit der linken den Silberschmuck. Sobald ich eine Strecke hinuntergeglitten war, biss ich immer das überflüssige Stück über mir ab, und knüpfte dasselbe unten wieder an, wodurch ich ziemlich weit heruntergelangte. Ich mochte wohl noch in den Wolken sein, als mein Strick auf einmal zerriss, und ich sehr unsanft auf die Erde fiel. Durch die Schwere meines herabfallenden Körpers fiel ich in ein Loch, wenigstens neun Klafter (2) tief in die Erde hinein, wusste aber nun nicht, wie ich wieder herauskommen sollte. Allein was tut nicht die Not? Ich grub mir mit meinen Nägeln, deren Wuchs damals vierzigjährig war, eine Art von Treppe und meldete mich glücklich zutage.

Das erzählte der Baron v. M. beim pandämonischen Lügenforum vor gespritzten Hängebauchschweinen und Herrn Ericsson. Oink.

  1. ) Evidenz = wissenschaftliche Erkenntnis
  2. ) 1 Wiener Klafter = 1,89 Meter
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