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Die meisten der Gesuchten entwischten

"Die sofort eingeleitete Alarmfahndung blieb erfolglos", ist eine der häufigsten Aussagen in Zusammenhang mit Raubüberfällen in Vorarlberg. Und diese gab es in sowohl im vergangenen Jahr als auch heuer in alarmierender Höhe.

Im Jahr 2005 ist die Zahl der Raube auf 30 gestiegen, 17 mehr als noch 2004 – die „VN“ berichteten ausführlich.

Straßen abgeriegelt

Mit dem Anstieg der Überfälle stieg auch die Zahl der Verbrecher, die nach der Attacke auf ihr Opfer spurlos mit der Beute verschwanden – trotz sofort eingeleiteter Alarmfahndung, wie zuletzt beim Überfall auf das NL-Sportwettenbüro in Lustenau. Die Maßnahmen nach einem Überfall sind fast immer gleich: die Polizei riegelt Straßen im ganzen Rheintal ab, Beamte halten Autos an, der Verkehr staut sich kilometerlang und damit wächst auch der Ärger der Autofahrer. Im Polizeideutsch heißt diese Maßnahme Alarmfahndung. Etwa zwanzig gab es im vergangenen Jahr in Vorarlberg, nur bei zweien wurde der Täter gefasst. Trotzdem betrachtet die Exekutive diese Maßnahme als notwendiges Mittel, um den Täter schnellstmöglich zu erwischen. „Man darf bei einem Überfall keine Zeit verlieren. Der Polizist, der als erstes zu einem Einsatz gerufen wird, muss entscheiden, ob eine Alarmfahndung notwendig ist, da geht es um Sekunden“, so Oberst Günther Fritsch, Leiter der Einsatzabteilung beim Landespolizeikommando.

Wird diese Fahndungsmaßnahme angeordnet, errichtet die Polizei sofort etwa 50 Kontrollpunkte an Straßen. Das Personal dafür kommt von den jeweiligen örtlichen Polizeidienststellen. „Das Netz um den Täter soll enger gezogen werden“, so Fritsch. Anhand der Hinweise über den Täter, wie zum Beispiel das Fluchtauto oder das Aussehen, kontrollieren die Beamten vorbeifahrende Autos. Doch es gibt Löcher im Netz: Im April 2004 überfällt ein 48-jähriger Liechtensteiner die Apotheke im Hatlerdorf in Dornbirn. Er flüchtet mit einem weißen Opel Corsa, wird dreimal im Zuge der Alarmfahndung kontrolliert und kann dennoch nach Liechtenstein ausreisen. Die Polizei fahndet nach einem „weißen Opel Corsa ohne Kennzeichen“ – später stellt sich heraus: im Fluchtfahrzeug war das Kennzeichen hinter die Windschutzscheibe geklemmt. Beim Überfall auf die Raika in Bregenz im Mai letzten Jahres radelte der Räuber mit dem Drahtesel der Polizei davon, ebenso wie der Täter beim Überfall auf die Trafik Keuschnigg in Lustenau im September.

Hinweise auf Täter

Dient die Alarmfahndung also zuerst einmal der Beruhigung der Bürger? Dass die Maßnahme auch zum subjektiven Sicherheitsgefühl der Bürger beiträgt, bestätigt der Leiter der Einsatzabteilung, doch es gehe vor allem um die Ergreifung des Täters: „Die Alarmfahndung bleibt aufrecht, solange noch ein direkter Fahndungserfolg erwartet werden kann“, erläutert Günther Fritsch. Die meisten Täter würden zwar erst Tage nach der Tat verhaftet werden, doch die Hinweise im Rahmen der Alarmfahndung seien von wichtiger Bedeutung.

Fälle, in denen eine Alarmfahndung ausgelöst werden kann:

  • Staatsschutzdelikte von besonderer Bedeutung
  • Fälle schwerer Gewaltkriminalität
  • Attentate und Sabotagen
  • Überfälle mit Entführungen oder Geiselnahmen
  • Raubüberfälle auf Geldinstitute, Geldtransporte, Geschäfte, etc.
  • Unerlaubtes Entfernen nach schweren Verkehrsunfällen
  • Entweichen gefährlicher Straftäter oder Massenflucht von Gefangenen
  • Fahndung nach Sachen, die wegen ihres Wertes oder ihrer Gefährlichkeit besonders bedeutsam sind
  • Grenzdurchbrüche
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