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Die künstlerische Zukunft hat schon begonnen ...

Das jugendliche Cello-Ensemble mit Kian Soltani (links) nach der Matinee am Samstag.
Das jugendliche Cello-Ensemble mit Kian Soltani (links) nach der Matinee am Samstag. ©Edgar Schmidt
Jugendliches Cello-Ensemble begeisterte im Rahmen des 2. Classic Festival Bad Ragaz.

Bad Ragaz/Vorarlberg. (sch) – „Next Generation“ lautet das Motto über dem 2. Classic Festival Bad Ragaz, das der bekannte Musiker Drazen Domjanic mit großem Enthusiasmus leitet. Nun, wenn man als begeisterter Zuhörer in der Matinee am Samstag im überfüllten Kursaal des Grand Resort Ragaz (Rainer Maria Rilke Saal) war, weiß man, dass die acht hochbegabten jugendlichen Damen und Herren internationaler Herkunft nicht erst in der Zukunft Schönes leisten werden, sondern dass das „Next“ erfreulicherweise schon in der Gegenwart begonnen hat.
Das Cello-Ensemble (Oktett) der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein, das Werke von Anton Bruckner (1824-1896), Peter I. Tschaikowsky (1840-1893), Franz Schubert (1797-1828) und David Popper (1843-1913) spielte, besteht aus hochbegabten jungen Cellistinnen und Cellisten; Kian Soltani aus Vorarlberg, er wurde 1992 in Bregenz geboren, war aber gewiss der prominenteste junge Meister unter ihnen. Zur Zeit studiert er an der Musikakademie Basel, konzertiert aber schon weltweit mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten. Das Cello-Oktett spielte in den anspruchsvollen Werken mit präziser Technik, Klangfülle und erstaunlicher gegenseitiger Homogenität.

Charme und Märsche

Nach einem eher unauffälligen „Allegro“ von Bruckner mir vier Cellistinnen folgte das ganze Ensemble mit der reizvollen Suite aus dem „Kinderalbum“, op. 39, von Tschaikowsky. Höhepunkte in den neun Sätzen waren etwa eine Ländlermelodie, ein Pizzicato-Walzer, eine kraftvolle Mazurka, die zärtliche „Süße Träumerei“ oder der rassige Rhythmus des „Kamarinskaja“ – Schlusses. In drei Kompositionen von Schubert, einem Andante und dem populären Militärmarsch D 733 und dem Ungarischen Marsch D 818 boten die jugendlichen Musici meisterlich ihre schon reife Kunst. David Poppers festliche und markant akzentuierte „Polonaise de Concert“, op. 14, setzte den Schlusspunkt unter eine höchst erfreuliche Matinee mit einer musikalischen Jugend, die gewiss noch große Karrieren vor sich hat als „next generation“, aber auch schon anno 2012 sehr beachtliche künstlerische Leistungen bietet.

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