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Die klaren Sätze des Papstes zu kritischen Fragen der Kirche

Papst Franziskus sorgt mit Kritik an Kirche für Aufsehen - und Begeisterung.
Papst Franziskus sorgt mit Kritik an Kirche für Aufsehen - und Begeisterung. ©AP
Papst Franziskus hat sich in einem ersten großen Interview offensiv und kritisch zu Fragen der katholischen Kirche geäußert.

Dabei ging es vor allem um die Haltung des Vatikans zu Homosexualität, zur Abtreibung, zu Scheidung und Verhütungsmethoden. Auszüge aus dem Interview:

Scheidung und Abtreibung:

“Der Beichtstuhl ist kein Folterinstrument, sondern der Ort der Barmherzigkeit (…). Ich denke auch an die Situation der Frau, deren Ehe gescheitert ist, in der sie auch abgetrieben hat. Jetzt ist sie wieder verheiratet, ist zufrieden und hat fünf Kinder. Die Abtreibung belastet sie und sie bereut wirklich. Sie will als Christin weiter gehen. Was macht der Beichtvater?”

Schwulenehe und Verhütungsmethoden:

“Wir können uns nicht nur mit der Frage um die Abtreibung befassen, mit homosexuellen Ehen, mit den Verhütungsmethoden. Das geht nicht. Ich habe nicht viel über diese Sachen gesprochen. Das wurde mir vorgeworfen. Aber wenn man davon spricht, muss man den Kontext beachten. Man kennt ja übrigens die Ansichten der Kirche, und ich bin ein Sohn der Kirche. Aber man muss nicht endlos davon sprechen.”

Schwule und “sozialen Wunden”:

“In Buenos Aires habe ich Briefe von homosexuellen Personen erhalten, die “soziale Wunden” sind, denn sie fühlten sich immer von der Kirche verurteilt. Aber das will die Kirche nicht. Auf dem Rückflug von Rio de Janeiro habe ich gesagt, wenn eine homosexuelle Person guten Willen hat und Gott sucht, dann bin ich keiner, der sie verurteilt.

Die Religion hat das Recht, die eigene Überzeugung im Dienst am Menschen auszudrücken, aber Gott hat sie in der Schöpfung frei gemacht: Es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben. (…). Man muss immer die Person anschauen.”

Die Kirche als Feldlazarett:

“Ich sehe ganz klar, dass das, was die Kirche braucht, die Fähigkeit ist, die Wunden zu heilen und die Herzen der Menschen zu wärmen – Nähe und Verbundenheit. Ich sehe die Kirche wie ein Feldlazarett nach einer Schlacht. (…). Man muss die Wunden heilen. Dann können wir von allem Anderen sprechen. Die Wunden heilen, die Wunden heilen… ”

Die Kirche, ihre Lehren und ihr Apparat:

“Das Volk Gottes will Hirten und nicht Funktionäre oder Staatskleriker. Die Bischöfe speziell müssen Menschen sein, die geduldig die Schritte Gottes mit seinem Volk unterstützen können, so dass niemand zurück bleibt. (…). Wer heute immer disziplinäre Lösungen sucht, wer in übertriebener Weise die “Sicherheit” in der Lehre sucht, wer verbissen die verlorene Vergangenheit sucht, hat eine statische und rückwärtsgewandte Vision. Auf diese Weise wird der Glaube eine Ideologie unter vielen.”

(dpa)

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