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Die Industrie als attraktiver Arbeitgeber

Eine Studie mit über 15.000 ­Datensätzen in der Vorarlberger Industrie zeigt, dass die Industrie der Wachstumstreiber in Vorarlberg ist und aufgrund des hohen Gehalts- und Lohnniveaus Garant für Wohlstand ist.
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Warum eine Industrie für Vorarlberg so wichtig ist

Die Zahlen sind bekannt: fast 40 % der Wertschöpfung in Vorarlberg kommen aus der Industrie und dem produzierenden Gewerbe. Ebenso fast jeder dritte Arbeitsplatz. Über die starke Rolle der Industrie für Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze in Vorarlberg herrscht weitgehend Konsens. Die Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg wollte es aber noch genauer wissen und hat die Firma CFS Consulting (mittlerweile BWI Unternehmens­beratung) beauftragt, eine sehr praxisnahe Studie über die Vorarlberger Industrie zu verfassen. Der Tenor von Martin Ohneberg, Präsident der IV-Vorarlberg, ist eindeutig: „Vorarl­berg ist ein Industrieland, aber es leistet noch viel mehr, als allen bekannt ist.“

CFS Consulting besitzt breites Expertenwissen zur Vorarlberger Industrie und kommt mithilfe der Auswertung von 15.000 anonymisierten Datensätzen und eingehender Recherchearbeiten zu spannenden Ergebnissen. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Industrie ein wesentlicher Garant für hohe Einkommen, Aufstiegschancen und hohe qualitative Aus- und Weiterbildung ist. Die Ergebnisse verdeutlichen aber auch eindrücklich, dass sich Vorarlberg im Wett­bewerb mit anderen – meist urbanen – Regionen befindet und dabei insbesondere die Industrie ein wesentlicher Wett­bewerbsfaktor ist“, so Michael Mall, Geschäftsführer der CFS Consulting. Oftmals wird in Zusammenhang mit Arbeitszeitdiskussionen oder anderen Arbeitnehmerdiskussionen und den jährlichen KV-Verhandlungen die Industrie genannt. Dass die Industrie jedoch jene Branche ist, die sehr mitarbeiterfreundlich ist und der KV das Mindestausmaß festlegt, tritt meistens in den Hintergrund. Ohneberg: „Den Betrieben ist bewusst, wie wichtig ihre Mitarbeiter für den Erfolg des Unternehmens sind und daher werden diese gerade in der Industrie besonders gut behandelt.“

Industrie bei Bezahlung über anderen Branchen

Die Gegenüberstellung eines Misch-KVs in der Industrie (Metall, Elektro, Textil, Nahrungs- und Genussmittel) mit einem Misch-KV aus Handel, Tourismus, Banken und Versicherungen spricht ein klares Bild. Fast in allen Anforderungswerten (diese beginnen bei der Hilfskraft und gehen bis zum Top-Management) liegt die Industrie über den anderen Branchen. Im Vergleich der arbeitszeitbezogenen Regelungen (Wochenende, Schichtbetriebe, …) erhöht sich der Unterschied zwischen Industrie und beispielsweise Tourismus aufgrund von Zuschlägen nochmals.

Hinzu kommt, dass die Industrie deutlich über dem bereits schon höheren KV als andere Branchen-KVs bezahlt. Je nach konkreter Tätigkeit im Durchschnitt im angelernten Bereich zehn bis 20 %, im höherqualifizierten Bereich 20 bis 50 % und in den Spitzenpositionen beträgt die Überzahlung in der Industrie bis zu 100 %. Andere Branchen zahlen nahe am KV oder nur knapp darüber (vgl. Abb.1).

Vorarlberger Industrie-Gehälter auf München-Niveau

Zu einem großen „Aha“-Effekt führte die Untersuchung der Industrie-Gehälter der Vorarlberger Industrie im Vergleich zum Ballungsraum München, als sehr attraktiver Lebens- und Arbeitsstandort. Wenn die beiden Gehaltskurven von der Industrie in Vorarlberg und vom Raum München aufeinandergelegt werden, ergeben sich nahezu keine Unterschiede. Nur bei den Top-Management-Positionen, die im Raum München noch zahlreicher sind, fällt Vorarlberg zurück (vgl. Abb.2).

Am meisten Ausbildungs- und Aufstiegschancen in der Industrie

Dass die Industrie laut Studie mehr Karrierewege und Aufstiegschancen als andere Branchen bietet, ist wenig überraschend. Die detaillierte Analyse der 15.000 Datensätze zeigt jedoch das oft unterschätzte besondere Ausmaß in Vorarlberg. Die Möglichkeit für eine Führungskarriere, Fachkarriere und Projektkarriere ist in größeren produzierenden Unternehmen überdurchschnittlich groß (vgl. Abb.3).

„Es zeigt sich, dass in der Vorarl­berger Industrie sehr attraktive Gehaltsmöglichkeiten vergleichbar mit anderen Großstädten bestehen. Wir wissen alle, dass Gehalt nicht alles ist, aber wenn wir es schaffen, den Arbeits- und Lebensstandort Vorarlberg weiterzuentwickeln, dann haben wir im internationalen Wettbewerb viele Chancen und tolle Möglichkeiten für heimische und internationale Arbeitskräfte“, so IV-Präsident Martin Ohneberg abschließend.

Zur Studie: Für die Studie wurde von CFS Consulting GmbH (mittlerweile BWI Unternehmensberatung GmbH) mit Sitz in Dornbirn das Datenmaterial von über 15.000 Personen per Ende 2017 in Vorarlberg anonym ausgewertet. Alle anderen Daten sind öffentlich zugängliche Statistiken (v. a. Statistik Austria).

Michael Mall, GF der CFS ­Consulting ist überzeugt, dass die Industrie ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor ist.
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Die Industrie zahlt deutlich über Kollektivvertrag.
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Vorarlberger Löhne und Gehälter liegen auf Höhe der Löhne und Gehälter im Ballungsraum München.
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Die Industrie bietet deutlich mehr Karrierewege und ­Aufstiegschancen als andere Branchen.
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