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"Die Indische Uhr" von Irmgard Kramer

"Ein Buch zu schreiben ist harte Arbeit, die einen tief zufrieden machen kann" so Irmgard Kramer
"Ein Buch zu schreiben ist harte Arbeit, die einen tief zufrieden machen kann" so Irmgard Kramer ©Brigitta Wiesner
Irmgard Kramer

Die Autorin stellt ihr erstes Jugendbuch vor, das dem Leser Spannung und Mysterium bietet

Dornbirn. “Emma, Leo, Adrian und der hinkende David finden eine rätselhafte Botschaft. Wenig später werden sie aus der Gegenwart in das Jahr 1891 katapultiert” – das erste Jugendbuch von Irmgard Kramer, fesselt den Leser durch seine Mischung aus Realität und Fantasy. Die vier Jugendlichen haben spannende Abenteuer in der Vergangenheit und Gegenwart zu bestehen. Durch seine Schauplätze die in Vorarlberg spielen und Charakteren und Szenen der Vergangenheit, begeistert das Buch auch viele Erwachsene. Wir sprachen mit der Autorin über ihr Buch und ihren Beruf.

“VN”- Heimat: Sie waren 19 Jahre Lehrerin. Zuletzt in der Volksschule Dornbirn Oberdorf. Wie waren ihre Erfahrungen?
Kramer: Es gab viele Jahre, die mir große Freude und Spaß gemacht haben. Ich musste mit der Zeit jedoch feststellen, dass der Beruf unter den Voraussetzungen des Schulsystems, ein Kampf gegen Windmühlen ist, der nicht nur uns Lehrer, sondern auch die Kinder und Eltern zermürbt und frustriert. Das kann man als Pädagogin ein paar Jahre machen, dann ist es Zeit zu gehen.

“VN”- Heimat: Mit dem vergangenen Schuljahr haben sie das Lehrerleben vorläufig beendet und veröffentlichten in diesen Tagen Ihr erstes Jugendbuch. Wie kamen Sie zum Schreiben?
Kramer: Seit ich den ersten Buchstaben in der Volksschule geschrieben habe, entstanden Geschichten, zu meinem eigenen Vergnügen. Tagebuch, Abenteuergeschichten und “Drehbücher”. Ich wollte, dass meine Fantasien lebendig werden und quälte die Nachbarskinder in den Sommerferien damit – sie sollten meine aufgeschriebenen Abenteuerszenen nachspielen. Als Lehrerin bastelte ich die Geschichten für meine Schulkinder immer selbst. Besonders gern schlüpfte ich in die Rolle eines Schulgespenstes. “Egidius” hat den Kindern Briefe geschrieben und sie dazu motiviert, während ihrer 4-jährigen Schulzeit in der Volksschule, mit “mir” im Briefkontakt zu sein.

“VN”- Heimat: Gab es damals schon erste Versuche für ein eigenes Buch?
Kramer: 2004 ereignete sich in meiner Familie ein Unglücksfall. Das gab den Ausschlag, dass ich eine Geschichte schreiben wollte, die andere lesen sollten. Es war dies ein Gedankenblitz der sich innerhalb von zwei Jahren zu einem 500 Seiten umfassenden Abenteuerroman für Jugendliche entwickelte. Ich kaufte mir einen Laserdrucker, druckte 30 Exemplare und diese machten die Runde in meinem Freundeskreis. Die Begeisterung kannte keine Grenzen.

“VN’”- Heimat: Gab es dann nicht Ambitionen dieses Buch zu veröffentlichen?
Kramer: Voller Euphorie verschickte ich Exemplare an alle Deutschen und Österreichischen Jugendbuchverlage – um dann 40 Absagen zu bekommen. Ich war total enttäuscht und hatte keine Ahnung warum das Buch abgelehnt wurde. Mir wurde dann klar, dass Schreiben ein Handwerk ist, das man lernen muss. Musik, Bildhauerei oder Malerei kann man studieren, aber um Literarisches Schreiben im deutschsprachigen Raum zu studieren, gab es, abgesehen, vom Literaturinstitut in Leipzig, das jährlich 600 Bewerber hat, kaum Möglichkeiten. Ich habe angefangen Schreibkurse zu besuchen, unter anderem bei Burkhard Spinnen, Vorsitzender der Jury des Bachmannwettbewerb. Neben meinem Beruf als Lehrerin, habe ich an den Wochenenden geschrieben. Innerhalb von vier Jahren entstand so, neben kürzeren Geschichten, mein nächster Roman.

“VN”- Heimat: Dieses Buch, mit dem Titel “Die Indische Uhr” ist nun im Bucher Verlag erschienen. Was erwartet die Leser?
Kramer: Ich hatte den Antrieb die Geschichte eines Jungens zu schreiben, der in die Vergangenheit reist und dabei entdeckt, dass er dort geboren ist und in die Zukunft entführt wurde. Was dabei heraus gekommen ist, kann jeder selbst herausfinden.

“VN”- Heimat: Auf welchen Vorarlberger Schauplätzen spielt das Buch?
Kramer: Ich habe das Mittelalterliche Feldkirch in die Landschaft von Dornbirn versetzt. Man begegnet vertrauten Gebäuden und Landschaften, Figuren die tatsächlich in Vorarlberg gelebt haben und Geschichten, die in unserem Land passiert sind. Rückmeldungen zeigen mir, dass auch Erwachsene das Buch sehr spannend finden.

“VN”- Heimat: Wie sieht – nach der Beendigung Ihrer Laufbahn als Lehrerin – nun Ihr Leben aus?
Kramer: Aufregend und interessant. Ich war gerade auf der Buchmesse in Frankfurt, mache derzeit in Deutschland eine Ausbildung zum “Master of Arts” im Literarischen Schreiben (eine Möglichkeit, die es erst seit April dieses Jahres gibt), bewerbe mein Buch und bin unterwegs zu Lesungen. Daneben entwickle ich Ideen für neue Geschichten.

“VN”- Heimat: Wie sehen Sie ihre Zukunft als Autorin?
Kramer: Mein Ziel ist es Geschichten zu schreiben. Das ist es was mir großen Spaß und Freude macht. Davon leben zu können wäre mein Traum. Bis dahin werde ich mir einen Broterwerbsberuf suchen, der mir das Schreiben ermöglicht.

Factbox:
Irmgard Kramer
Geboren: im April 1969
Beruf: Autorin
Hobbys: Lesen, E-Bass spielen, Schifahren
Lieblingsbuch: Krabat von Ottfried Preußler oder “Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse” von Christine Nöstlinger und tausende andere Bücher
Erstes veröffentlichtes Buch: “Die Indische Uhr” erschienen im Bucher Verlag, ISBN-Nr. 978-3-99018-027-3

Veranstaltungshinweis:
Lesung: “Die Indische Uhr”, am Samstag, den 30. Oktober um 20 Uhr, Veranstaltungsort: Bahnhof Andelsbuch. Es liest die Autorin. Musik: George Nussbaumer & Richard Wester

Lesung: “Die Indische Uhr”, am Mittwoch, den 24.11. um 19 Uhr in der Bücherei Dornbirn Oberdorf. Es liest die Autorin Irmgard Kramer, Musik von George Nussbaumer

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