Die Hoffnung heißt August

Schwarzach - Bäderbilanz nach knapp drei Monaten: Es hätte viel besser sein können.
Das Wetter im Juli 2009
Juli war ein schwüler Monat

Nicht nur der April tut was er will. Das bringen andere Monate auch zustande. Mai, Juni, Juli zum Beispiel. Jene Zeit, die wir Sommer nennen und in der wir uns gerne ins Schwimmbad begeben würden. Nur, zu einem vollumfassenden Sommerfeeling reichte es bisher kaum. Ein Tag gut, der andere schlecht. Dazu Regen, Sturm und bisweilen kühle Temperaturen – ein Sommer, wie er von Rudi Carell besungen wird, schaut anders aus.

Zuversicht bleibt

„47.800 Besucher hatten wir im Juli. Drei Prozent weniger als im Vorjahr. Das geht ja noch. Aber der Juni mit 55 Prozent Minus – das ist dann schon dramatisch“, erzählt Wilfried Korioth, Betriebsleiter des Bregenzer Strandbades. So wie seine Gäste auch, hofft Korioth auf einen guten August. „Man muss zuversichtlich sein. Ein schöner August könnte doch noch einiges zum Positiven wenden.“. Dann wären vielleicht auch wieder Tagesbesucherzahlen im 5000er-Bereich drinnen.

Konstanz fehlt

Auch Oskar Meusburger vom Waldbad Enz in Dornbirn blickt auf eher nüchterne Zahlen. „13.000 Besucher im Juli heuer, letztes Jahr waren es 18.000. Und das war schon nicht weltbewegend.“ Doch was den Badesommer 2009 gegenüber dem Vorjahr noch besser machen könnte, ist der August. „Denn der war 2008 wirklich ganz schlecht. Da ist heuer doch noch etwas drinnen“, hofft Meusburger. Was die Bäder dringend einmal brauchen würden sind zwei, drei schöne und warme Tage nacheinander. Dann kommen die Leute auf den Geschmack und gehen gerne baden.“

Kritischer Gast

So sieht es auch Werner Schuler, Bademeister im Freibad Rheinauen Hohenems. „Die Gäste sind kritischer geworden. Sie informieren sich in der Früh über das Wetter. Wenn das unsicher ist, entscheiden sie sich für etwas anderes.“ Nur 63.000 Kundschaften zählten die Rheinauen im Verlauf der bisherigen Saison. „Einen guten August würden wir nur dazu brauchen, um die Scherben halbwegs aufzuräumen“, sagt Schuler. An der Wassertemperatur des Alten Rheines konnte es jedenfalls gestern nicht gelegen haben, dass gegen die Mittagszeit nur 100 Leute im Bad waren. „Der Alte Rhein misst 24 Grad“, durfte Schuler vermelden.

Frei und in der Halle

Etwas im Vorteil gegenüber den anderen sieht man sich im „Val Blu“-Erlebnisbad Bludenz. „Das liegt daran, dass wir Freibad und Hallenbad am selben Ort haben“, begründet Klaus Allgäuer. Wer in Bludenz eine Hallenbad-Karte hat, kann das Freibad benützen. Umgekehrt zahlt der Freibad-Benützer noch etwas drauf, wenn er mit Dach über dem Kopf schwimmen will. In Euphorie bricht freilich auch Klaus Allgäuer nicht aus. „Wenn man bedenkt, dass 2007 ein miserables Jahr war, 2008 auch nicht viel besser, dann sind leichte Steigerungen keine Sensation.“

Besucherzahlen Juli

47.800 Besucher hatte das Strandbad Bregenz im Juli.

18.000 Gäste waren im Juli im Waldbad Enz.

10.000 Kundschaften zählte im Juli das Freibad im Val Blu.

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