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„Die Hoffnung eint uns!“

Murtada, Hakimi und Mohammed.
Murtada, Hakimi und Mohammed. ©MiK
Tragische Schicksale haben die Flüchtlinge erlebt, die sich in der Messehalle in Dornbirn aufhalten. Die Asylsuchenden stoßen auf viel Akzeptanz in der Bevölkerung.

Rund 100 Flüchtlinge sind vorübergehend in der Messehalle drei in Dornbirn untergebracht. Jeder von ihnen hat eine eigene Geschichte zu erzählen, hinter jedem einzelnen Gesicht steht ein Mensch, der viel erlebt hat. Doch etwas eint sie alle: Die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit und ohne Angst. W&W hat mit den Asylsuchenden ge­sprochen.

Hakimi, 21, Afghanistan: “Die Taliban haben mich vor die Wahl gestellt: Einer von ihnen zu werden und selbst zu morden, oder von ihnen getötet zu werden. Mein Vater hat viel Geld bezahlt, um mir ein Leben in Freiheit und Sicherheit zu ermöglihen, dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich war fünf Monate zu Fuß von Afghanistan nach Österreich unterwegs.”

Mohammed, 24, Afghanistan: “Ich bekam einen Anruf von einem Unbekannten. Er sagte mir: ‘Entweder machst du bei uns mit oder ich bringe dich um.’ Bei meiner Flucht wurde ich in einen dunklen Kofferraum gesteckt. Mir wurde nur gesagt: ‘Sei leise und sag kein Wort!’ Ich hoffe hier in Österreich bleiben zu können und Arbeit zu finden.”

Murtada, 27, Irak: “Meine Frau und meine zwei Kinder sind noch in Bagdad, sie sind bei meinem Vater in Sicherheit. Ich bin nicht geflüchtet, weil ich zu wenig Geld hatte, im Gegenteil, ich hatte einen guten Job. Auch ich hatte die Wahl, mich einer extremen Gruppierung anzuschließen oder erschossen zu werden. Auf meiner Flucht sind mir viele Menschen begegnet, die mich ausnutzen wollten. Gerade deshalb bin ich jetzt sehr dankbar, von so zuvorkommenden Menschen umgeben zu sein.”

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