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Die Hörbranzer halten die Tradition der Fronleichnamsschützen hoch

Auch dieses Jahr werden in Hörbranz wieder Salven geschossen. Seit fast 250 Jahren zieht eine Kompanie Schützen, unterstützt von Trommlern und von Pferden gezogener Artillerie, zu Fronleichnam durch das Dorf. Bei der Prozession ist fast das ganze Dorf dabei. Christoph Hagen, der Hauptmann der Kompanie, erzählt vom "größten Fest in Hörbranz".

Ausschlafen ist für die Offiziere der Hörbranzer Fronleichnamsschützenkompanie an diesem Feiertag nicht drin. Schon um 4 Uhr werden sie von den Tambouren unter ohrenbetäubendem Lärm aus den Betten getrommelt. “Ich brauche meine Offiziere bei der Prozession”, sagt Christoph Hagen, Hauptmann der 86 Mann starken Kompanie. Die Familie Hagen stellt schon in sechster Generation Fronleichnamsschützen. Die Tradition selbst reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, die Uniformen ähneln immer noch jenen aus der Zeit der Franzosenkriege.

Salve auf dem Hörbranzer Kirchplatz - fronleichnamsschuetzen
Salve auf dem Hörbranzer Kirchplatz - fronleichnamsschuetzen ©Salve auf dem Hörbranzer Kirchplatz – fronleichnamsschuetzen.com

“Hoch, An, Feuer!”

Auch die Gewehre sind historisch. Geschossen wird mit Vorderladern, die Munition besteht aus mit Pulver verdichtetem Papier. An Fronleichnam werden mindestens 12 Salven abgegeben, verspricht Hauptmann Hagen: “Auch die Artillerie gibt Schüsse ab!” Beim Artillerie-Zug wird jede der Vorderlader-Salutkanonen von zwei Pferden gezogen. Die Ausrüstung der Kanoniere ist im Stil der k.u.k.-Armee. Hagen sagt stolz: “Die Hörbranzer Schützenkompanie war stets die Ehrengarde der Habsburger, wenn diese in Vorarlberg waren.”

Der Artillerie-Leutnant -
Der Artillerie-Leutnant - ©Der Artillerie-Leutnant – fronleichnamsschuetzen.com

Die Prozession findet an zwei Tagen statt

Nach einer Feldmesse beginnt die Prozession. Diese führt am Donnerstag ins Oberdorf, am Sonntag – an diesem Tag wird auch Bischof Benno Elbs anwesend sein – ins Unterdorf. Dies sind die einzigen beiden Tage, an denen die Bruderschaft der Fronleichnamsschützen ausrückt.  Hauptmann Hagen freut sich über die Verbindung von Kirchlichem und Traditionellem. Auch das Weltliche wird laut Hagen nicht vergessen, wie das große Festzelt beweise, indem nach der Prozessionen zusammen gefeiert wird.

 “Ein Drittel ist unter 30 Jahre alt”

Tradition wird immer wichtiger, glaubt Hagen, der für das Team Stronach im Nationalrat sitzt. Heute sei alles so schnelllebig, in Zeiten des Internets ginge keiner mehr hinaus. “Das Gesellschaftliche geht verloren. Gerade deshalb sind solche traditionellen Anlässe wichtig, für die Identifikation einer Gesellschaft”, sagt Hagen. So wie die Lederhosen wieder modern geworden seien, würden auch die Fronleichnamsschützen irgendwann wieder sehr modern sein. Die Truppenzusammensetzung könnte ihm Recht geben: Ein Drittel der Kompanie ist nach seinen Angaben unter 30 Jahre alt.

Mehr Information über die Hörbranzer Fronleichnamsschützen gibt es auf ihrer Homepage.

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