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Die häufigsten Brutvögeln in Vorarlberg

Der Buchfink ist der am häufigsten vorkommende Brutvogel in Vorarlberg. Mit großem Abstand folgen Mönchsgrasmücke, Amsel und Rotkehlchen, Zaunkönig, Zilpzalp und Kohlmeise.

Das geht aus einem Zwischenbericht der Gesellschaft für Vogelkunde „BirdLife” zum neuen „Atlas der Brutvögel Vorarlbergs” hervor. Besonders erfreut ist die Obfrau von „BirdLife”-Vorarlberg, Rita Kilzer, über das starke Vorkommen des Zaunkönigs, der vom Naturschutzbund Deutschland und „BirdLife”- Österreich zum Vogel des Jahres 2004 gekürt wurde.

Einige Überraschungen erlebten die Vogelkundler bei den rund zwei Jahre dauernden Forschungs- und Kartierungsarbeiten für den neuen „Atlas der Brutvögel Vorarlbergs”. Der Haussperling zeige weit größere Verbreitungslücken als erwartet, sagte Rita Kilzer im Gespräch mit der APA. „Und die früher sehr häufige Tannenmeise liegt nur mehr im Mittelfeld der zwölf häufigsten Arten.” Singdrossel, Bergpieper und Hausrotschwanz seien zwar noch weit verbreitet, aber auf vielen Flächen nur mehr spärlich anzutreffen, bedauerte die Vogelkundlerin.

Als Vertreter der häufigsten Brutvögel unterholzreicher Waldränder, Bach- und Flussauen wurde der Zaunkönig als Vogel des Jahres 2004 gewählt. „Mit nur zehn Gramm Gewicht ist der braune Winzling nach den Goldhähnchen der kleinste Vogel Europas,” schilderte die Obfrau von „BirdLife”-Vorarlberg. „Seine Nahrung besteht fast ausschließlich aus Insekten und Spinnen, die er aus dem Boden und aus den kleinsten Ritzen und Spalten seines Reviers hervorstochert”.

Der Zaunkönig braucht Gehölzbestände, die in der untersten Schicht sehr dicht verwachsen sein müssen: Bach-, und Flussauen, naturnahe Laub- und Mischwälder, größere Gärten und Parks zählen zu seinen bevorzugten Lebensräumen. Sein Nest baut er in Nischen oder Höhlen in Wurzeltellern, an Böschungen, Baumstrünken, Reisighaufen oder in dichtem Gestrüpp nah am Boden. „Mit seinen Bedürfnissen plädiert der Zaunkönig für mehr Wildnis und Unordnung in unseren Gärten, an Gewässern und Waldrändern,” meinte die Vogelkundlerin. In sterilen Grünanlagen, unterholzfreien Nutzwäldern und entbuschten Bachrändern finde der kleine Vogel keinen Platz mehr.

„Im Herbst bleiben die meisten Zaunkönige in der Nähe ihrer Brutgebiete, sie schlagen ihre Winterreviere oft entlang von Gewässern auf, da dort auch bei kaltem Wetter Insekten zu finden sind,” so Kilzer. Mit bröseligem Fettfutter an einer bodennahen Futterstelle, einem dichtem Gebüsch, „Gestrüpp” oder Reisighaufen im Garten, könne man dem kleinen Vogel helfen, über den Winter zu kommen.

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