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Die Gesundheit ist im Brennpunkt

Weltweit hat sich zwischen 1950 und 2017 die durchschnittliche Lebenserwartung von rund 48 auf rund 71 Jahren bei Männern und von rund 53 auf rund 76 Jahren bei Frauen erhöht.
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Ein heute neugeborener ­Österreicher wird durchschnittlich rund 79 Jahre alt werden, eine neugeborene ­Österreicherin durchschnittlich das Lebensalter von rund 84 Jahren erreichen.

Mit steigendem Alter nehmen aber auch die Erkrankungen zu. Kein Wunder also, dass das Thema „Gesundheit“ schon länger als Megatrend in der Geldanlage gilt.

Biotechnologie steht als Sammelbegriff für eine Vielzahl von Verfahren und Methoden, die auf lebende Organismen, auf ihre Teile oder ihre Produkte Anwendung finden. Im Unterschied zu Pharmazeutika haben sie – anstatt einer chemischen – eine biologische Basis, also lebende Organismen wie Enzyme oder Bakterien. Einer Studie von Evaluate Pharma zur Folge beruhen mittlerweile knapp zwei Drittel der neu zugelassenen Medikamente auf Innovationen der Biotechnologie. Mit den meisten dieser Verfahren ­revolutionieren innovative Köpfe vor allem das Gesundheitswesen. Einsatz findet die Biotechnologie aber auch in der Landwirtschaft sowie in der Nahrungsmittel-, Reinigungsmittel-, Textil-, Leder-, Papier- und Kosmetikindustrie.

„Die personalisierte Medizin gilt als neuer Schwerpunkt in der Forschung“, weiß Ines Frei, Private-Banking-Spezialistin der Sparkasse.

Da jeder Mensch anders auf Medikamente reagiert, wirkt eine Behandlung natürlich deshalb, wenn Untersuchungen und Therapien maßgeschneidert auf die individuelle Erkrankung sowie die genetischen Grundfaktoren abgestimmt sind. Dank der Biotech-Forschung können gerade bei Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes oder Krebs nicht nur Symptome bekämpft, sondern auch positiv Einfluss auf den Krankheitsverlauf genommen werden.

Branche mit Eigenheiten

Experten prognostizieren einen Anstieg der Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf 9,2 Milliarden Menschen und Verdopplung der Anzahl der über 60-Jährigen bis dahin. „Die Aussichten für die Gesundheitsbranche sind gut, schon allein deshalb, weil durch die demografische Entwicklung die Ausgaben für Gesundheit weiter stark steigen werden“, ergänzt Frei. Kostentreiber ist dabei nicht nur eine immer älter werdende Bevölkerung, sondern vor allem auch der technologische Fortschritt der Gesundheitsversorgung.

So kostet die weltweit teuerste Einmaldosis eines Medikaments zwei Millionen US-Dollar. Ein Schweizer Pharmakonzern erhielt im Mai die Zulassung für eine Gentherapie zur Behandlung der Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie, die vierteljährlich verabreicht werden muss.

Dass Biotechnologie-Produkte nicht nur Leben retten, sondern ihre Erfinder auch wohlhabend machen, entzündet nicht ganz zu Unrecht eine öffentliche Debatte über Ethik und Anstand.

Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten der Biotechnologie scheinen grenzenlos. In Ländern wie China, Japan, Russland und Südkorea scheint fast alles erlaubt, auch die gentechnische Veränderung von Menschen. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften anerkennt deshalb den Wert sorgfältig kontrollierter genetischer Forschung zur Therapierung gravierender Erbkrankheiten an, lehnt jedoch die genetische Optimierung des Menschen entschieden ab.

„Als Maßzahl für die Performance der US-Branche gilt vor allem der NASDAQ Biotechnology Index, der alle an der NASDAQ gelisteten Biotechnologie- und Pharmaunternehmen umfasst“, ergänzt die Private-Banking-Spezialistin. Branchengiganten wie der Weltmarktführer Amgen, Gilead Sciences, Novo Nordisk sowie Celgene freuten sich in den letzten Jahren über satte Gewinne. Beim letzten Fachkongress der American Society for Clinical Oncology, der weltweit bedeutendsten Plattform der Krebsmedizin, ließen vor allem auch mittelgroße und kleinere Unternehmen wie Mirati Therapeuthics mit innovativen Forschungsansätzen aufhorchen.

Ein Investment in die Biotechnologie-Branche kann für risikobewusste und tragfähige Anlegerinnen und Anleger geeignet sein, die einen Anlagehorizont von mindestens acht bis zehn Jahren mitbringen. „Bei der branchenbezogenen Geldanlage sollte man allerdings beachten, dass Biotech-Unternehmen häufig – bevor die Performance stimmt – lange und kostenintensive Produktentwicklungsphasen brauchen, in denen oft auch Verluste auftreten“, so Frei. Ab einen monatlich verfügbaren Sparbetrag von 80 Euro aufwärts können Gesundheitstitel auch in Form von Fondsplänen interessant sein. Hier kauft man in regelmäßigem Abstand Anteile an einem Investmentfonds individueller Wahl. Die Einzahlungshöhe kann jederzeit nach oben oder unten angepasst oder gänzlich ausgesetzt werden – ohne Bindungsdauer. Die Renditechancen sind hier im Vergleich zu den Sparbuchzinsen deutlich höher.

Das Risiko beachten

Da das Investment aber auch den Schwankungen des Kapitalmarktes unterworfen ist, sollte hier nur Geld angelegt werden, das erst später wieder benötigt wird. Da es sich um Aktienveranlagung handelt, sollte man sich auch dem Risiko eines Gesamtverlustes bewusst sein.

„Alles in allem sollten sich bei einem längeren Veranlagungszeitraum die Kursschwankungen immer mehr ausgleichen, sodass ein güns­tiger Mischkurs und damit Ertrag erzielt werden kann“, weiß die Sparkassen-Expertin.

Zu beachten ist auch, dass die Fondssparpläne einen Hebel beim langfristigen Vermögensaufbau bieten können.  Ines Frei, Private- Banking-Expertin Sparkasse

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