Die Faszination des „königlichen Spiels“

Schon die Jüngsten beherrschen die nötigen Strategien des Schachspiels.
Schon die Jüngsten beherrschen die nötigen Strategien des Schachspiels. ©Gerty Lang
Vereine im Fokus: Schachclub Dornbirn/Jugend. Ein Kampfsport, mit dem Ziel, den Gegner „schachmatt“ zu setzen.
Schachclub Dornbirn

Dornbirn.  Schach, ein Spiel ohne Grenzen, bei dem Kinder im jugendlichen Alter von 8 -15 Jahren ihre Gefechte auf dem karierten Brett gewinnen oder verlieren. Frischen Wind in einen von Jungs dominierten Denksport bringt Nola Pichler. Bei den österreichischen Staatsmeisterschaften belegte sie Rang 3. „Ich musste nach Kärnten fahren. Heuer im Jänner habe ich mein erstes Turnier gespielt. Habe mich bei der Schülerolympiade qualifiziert“, grinst die Siebenjährige. Seit seinem fünften Lebensjahr ist Luca Kessler im Dornbirner Schachklub. „Er hat das Zeug für einen Großmeister“, schwärmt Obmann Thomas Gsteu von dem siebzehnjährigen jungen Mann, der locker gerade eine Partie in fast „Lichtgeschwindigkeit“ mit seinem Kontrahenten Enno Proyer spielt.

„Man muss die richtigen Züge finden und dann gewinnt man.“ Wie der Obmann selber lachend zugibt, hat er gegen die beiden, schon als sie 10 waren, kein „Leiberl“ mehr gehabt. Die meisten Kinder machen ihre ersten Schachzüge in der Schule. „Es gibt aber auch Ausnahmetalente, die bereits im Kindergartenalter, Taktiken beherrschen“, gibt Jugendreferent Horatiu Pilsan offen zu. „Schach wird als Freifach in den Schulen angeboten, wie im Oberdorf, Rohrbach, Haselstauden oder Lustenau.“ Julia Novkovic ist eine der Trainerinnen.

Sie unterrichtet in der Schule Rheindorf Physik, Chemie und Mathematik, „also typische Frauenfächer“, schmunzelt die Pädagogin, die in der Bundesliga spielt. „Wir unterliegen genau so den Dopingregeln. In der VS Rohrbach bin ich für den Schachunterricht zuständig. Die Kinder haben das Landesfinale gewonnen und sind beim Bundesfinale, an dem die 10 besten Schulen Österreichs teilgenommen haben, Dritte geworden.“ Ein besonderes Highlight im Dornbirner Schachklub ist das „Josefi-Turnier“. Mehr als 100 Kinder aus ganz Vorarlberg nehmen daran immer Teil. „Vor einigen Jahren waren wir der jugendfreundlichste Schachverein Österreichs. Heuer haben wir den dritten Platz erhalten“, möchte Thomas Gsteu unbedingt noch festhalten.

„Besonders fördern möchten wir die ‚Girls-Group’. Das wird in nächster Zeit einer unserer Schwerpunkte sein. Wir wollen in der Damenbundesliga im kommenden Jahr eine eigene Mannschaft aufstellen. Deshalb sammeln wir jetzt schon die weiblichen Talente aus ganz Vorarlberg zusammen.“ Schach ist lernbar, aber um wirklich gut zu werden, braucht es nicht nur Ehrgeiz, sondern auch eine gute Portion Talent. Und jene, die das haben, erhalten dann ein spezielles Kadertraining und werden auf Turniere geschickt. Aber trotz aller Erfolge steht beim Schachklub Dornbirn der Spielspaß im Vordergrund. Neben Schachzügen, Remis, Bauernopfer und Rochaden macht man auch gemeinsame Ausflüge und geht schon mal zum Eis essen, damit ja niemand unter „Zugzwang“ kommt.

Interessierte vom Kindergartenkind bis zum Senioren sind jederzeit willkommen und können auch während des Jahres einsteigen. Es ist möglich, zwei Mal kostenlos bei einem Training zu schnuppern.

 

Klubabende Schachklub Dornbirn
immer am Montag
16.30 Uhr: Schüler
18 Uhr: Fortgeschrittene
19.30 Uhr: Erwachsene
Di und Mi Abend Kadertraining

Kontakt
Schachlokal, Eisengasse 19a, 6850 Dornbirn
Tel. 05572 201962, Thomas Gsteu
thomas.gsteu@datenhaus.at
www.skdornbirn.at

 

Was macht die Faszination des Schachs aus?

Luca Kessler, 17, Weltmeisterschaftsteilnehmer
Ich spiele schon seit 12 Jahren Schach. Staatsmeister war ich schon öfters. Mein Motto lautet: dabei sein ist alles. Mit Schach kann man viel reisen, kommt in der Welt herum. Turniere und Meisterschaften taugen mir schon sehr.

Julia Novkovic, Jugendtrainerin
Bei Schach wird die Konzentration trainiert, denn man muss versuchen, sich gewisse Muster einzuprägen, die man dann je nach Spielverlauf abrufen kann. Das Schönste ist jedoch, wenn man sich seine eigenen Strategien ausdenkt.

Simon Graf, 8 Jahre
Ich habe erst letztes Jahr mit Schach begonnen, weil auch mein Bruder spielt. Es ist gut für die Schule und macht Spaß. Ich bin schon echt gut und habe schon viele Spiele gewonnen. Beim Klubturnier war ich Vierter. Beim Spiel darf man nicht reden.

 

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