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"Die EURO wird gigantisch“

Der Ex-Manager von Bayer Leverkusen ist als EM-Botschafter für Klagenfurt unterwegs.    

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Herr Calmund, vor Fußball-Großanlässen sind Sie viel beschäftigt. Gewähren Sie uns einen Blick in Ihren Terminkalender bis zum EM-Start? Calmund: Der ist umfangreich. Gestern zum Beispiel war ich in Innsbruck, heute in Hohenems, beide Male für die Bank Austria. Ich habe über sportliche und wirtschaftliche Themen referiert. Im Moment bin ich fast täglich unterwegs. In Berlin, Köln, Klagenfurt oder Wien, beim Life-Ball. Es ist wichtig, Werbung für die Fußball-EM zu machen.

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Sie fungieren als Botschafter der Stadt Klagenfurt. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit, was sind Ihre Aufgaben? Calmund: Klagenfurts Bürgermeister Scheucher ist an mich herangetreten. Ich habe spontan zugesagt, da mir diese Arbeit Spaß macht. Ich rühre auf RTL die Trommel für die EM, stelle die Schauplätze vor, mache auf der Homepage des DFB Clips mit Ballack oder Daum.

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Beim Bundesligaklub Austria Kärnten verstärken Sie den Beirat. Der Klub hat in erster Instanz keine Lizenz erhalten. Wie sehen Sie die Situation? Calmund: Der Verein ist sportlich und finanziell auf der Intensivstation. Ich konnte in der kurzen Zeit nicht viel bewegen. Wichtig war, dass Ruhe in den Verein kam. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verantwortlichen in Kärnten die Lizenzauflagen nicht erfüllen werden.

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Zurück zur EM. Spüren Sie schon etwas von einer EM-Euphorie? Calmund: Es kommt schön langsam. Die Österreicher müssen bei der EM aus den Sofas heraus. Es geht nicht nur um ein 1:0-Resultat, die EM ist ein gesellschaftliches und kulturelles Ereignis. Jeder muss sich bewusst sein, dass eine EM gigantisch ist und nie wieder kommen wird.

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Wie speziell ist es für Sie, dass Österreich und Deutschland in derselben Gruppe spielen? Calmund: Das finde ich wunderbar. Ich habe mich bei der Auslosung in Bern schon sehr darüber gefreut. Die Präsentation der Austragungsorte hat mich übrigens unglaublich berührt.

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Was trauen Sie unserem Nationalteam zu? Calmund: Die Chance, das Viertelfinale zu erreichen, steht bei 30 Prozent. Normalerweise ist das nicht viel, aber im Fußball oft mehr als man glaubt. Das österreichische Team wird von einer Wand, den Fans, gestützt. Zudem kommt der taktische Vorteil: man ist in jedem Spiel der Außenseiter. Mit der Euphorie und etwas Glück kann vieles passieren.

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Und Deutschland? Calmund: Jogi Löw machte einen Superjob nach der Übernahme von Jürgen Klinsmann. Deutschland spielte eine erstklassige Qualifikation und besitzt einen Ballack in der Form seines Lebens. Deutschland zählt neben Frankreich, Italien und Spanien zu den großen Favoriten – obwohl wir seit 1996 bei einer EM-Endrunde kein Spiel mehr gewonnen haben.

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2006 waren Sie als „VN“-Experte unterwegs. Für wen analysieren Sie die EM 2008? Calmund: Ich bin Kolumnist bei deutschen Zeitungen, habe auch mit Calli-TV eine eigene Sendung.

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