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Die Eiszeit hält Einzug

Eiszeit in der Rappenloch-Schlucht
Eiszeit in der Rappenloch-Schlucht ©VOL.AT/Steurer
Schwarzach - Ab Freitag wirds richtig kalt – mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich.
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Kalt kälter, „Cooper“. Das Sibirien-Hoch friert derzeit weite Teile Europas ein. Und lässt auch in Vorarlberg die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt sinken. Die kältesten Orte am gestrigen Mittwoch: Gaschurn und Langen am Arlberg mit Minus 11,6 Grad, dicht gefolgt von Mittelberg (–11,1 Grad), Sulzberg (–10,5 Grad) und Schröcken (–10,1 Grad). Vergleichsweise warm war es da in Bregenz mit minus 5,4 Grad. Aber es kommt noch kälter.

Eiskalte Tage

„Der große Kälteeinbruch steht uns noch bevor“, sagt Arnold Tschofen von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Bregenz. Der nämlich soll in der Nacht auf Freitag Einzug in Vorarlberg halten. „Das werden wirklich eiskalte Tage. Minus zehn Grad sind da noch warm“, prognostiziert Tschofen, der im ganzen Land mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich rechnet. Temperaturen, die nicht nur Mensch und Tier vor große Herausforderungen stellen. Auch die Technik macht an solch sibirischen Tagen nicht alles mit. Bereits in den vergangenen Tagen verzeichnete der ÖAMTC Vorarlberg täglich an die 180 Einsätze. „Die Zahl wird sich Richtung Wochenende wieder erhöhen. Da rechnen wir mit bis zu 300 am Tag“, spricht ÖAMTC-Experte Jürgen Wagner aus Erfahrung. Schwache Batterien, eingefrorene Schlösser, Beschädigungen durch falsch montierte Schneeketten und eingefrorener Diesel stehen auf dem Programm der gelben Engel. Der ausgefallenste Einsatz der letzten Tage: „Wir haben ein Fahrzeug gesucht, das eine Panne hatte und haben es nicht gefunden. Es war eingeschneit. Drei Autos mussten wir ausschaufeln, bis wir das richtige hatten“, schmunzelt ÖAMTC-Pannenfahrer Fritz Madlener.

Heizung für die Gleise

Probleme auf der Schiene gibt es laut ÖBB-Pressesprecher Rene Zumtobel bislang keine. Denn die Bahn hat vorgesorgt. „Die Weichenstellungen auf den Hauptstrecken sind mit Heizungen ausgestattet, damit sie nicht einfrieren oder von kleineren Schneemengen blockiert werden“, erläutert Zumtobel. Auch im Zug müssen die Fahrgäste nicht frieren. Die Züge werden nämlich generell vor der geplanten Abfahrt über die elektrische Standheizung vorgewärmt. Übrigens: Wer einem Hoch oder Tief seinen Namen geben möchte, kann dies über das Meteorologische Institut der Freien Universität Berlin tun. Die Preise für die Wetterpatenschaften liegen bei 299 Euro für ein Hoch und bei 199 Euro für ein Tief. Hochdruckgebiete sind deshalb teurer, weil sie eine deutlich längere Lebensdauer haben und daher länger auf den Wetterkarten verbleiben. So zu sehen auch bei Hoch „Cooper“, das uns auch noch in der kommenden Woche begleiten wird.

Tipps fürs Auto

» Der ÖAMTC rät bei diesen Temperaturen von Autowäschen ab.
» Türschlösser und -gummis einfetten, damit sie nicht einfrieren bzw. sich beim Öffnen losreißen.
» Scheibenwischer aufstellen und die Scheibe abdecken – mit einer Thermofolie, Decke oder Karton.
» Vor dem Starten die starken Verbraucher wie Heckscheibenheizung oder Radio ausschalten.
» Fahrzeug an eine wärmende Hauswand stellen.

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