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"Die Branche ist umkämpft"

Meinungsforscher Edwin Berndt und sein Weg in einer "sehr nüchternen Branche". Bereits zur Studentenzeit hatte sich Berndt für die Meinungsforschung interessiert.

„Natürlich“ werde er sich heute die Diskussion zwischen SPÖChef Gusenbauer und Kanzler Schüssel anschauen, sagt Edwin Berndt. Und sich dabei eines denken: „Maximal vier Prozent der Wähler werden von so einer Diskussion beeinflusst.“ Das Beispiel zeigt: Berndt ist Meinungsforscher – und immer schon gewesen. Bereits zur Studentenzeit hatte sich Berndt für die Meinungsforschung interessiert – und mit Nebenjobs Erfahrungen gesammelt. In seiner Dissertation nutzte der Volkswirt dann auch dieses Wissen – und erforschte die „betriebswirtschaftlichen Probleme des Montafoner Gastgewerbes“. Das Ganze sei schon eine nüchterne Branche. Da man aber sage, dass er selbst ein nüchterner Mensch sei, „passt das Ganze auch gut zu mir“.

1972 machte sich der Göfner, der Umfragen regelmäßig im Auftrag der „VN“ durchführt, selbstständig – und war zehn Jahre lang der Einzige, der im Ländle diesem Gewerbe nachging. „Damals“, sinniert der 61-Jährige, „gab es österreichweit maximal vier, fünf Meinungsforscher.“ Heute sei die Branche umkämpft: „Bei der Kammer sagten sie mir, dass in diesem freien Gewerbe in Vorarlberg 17 Meinungsforscher gemeldet seien.“

Berndt aber hat Selbstvertrauen, Kunden aus Wirtschaft und aus Politik – und gute Prognosen: “1975 verfehlte Fritz Mayer die von mir vorausgesagte absolute Mehrheit um einen Zehntelpunkt.“ Er könne weitere solche Beispiele, aber keinen Ausreißer in negativer Hinsicht, nennen. Und wer gewinnt am 1. Oktober? „Die ÖVP“, sagt Berndt, „sehe ich zwischen 38 und 39 Prozent; die SPÖ zwischen 33 und 34 Prozent.“ Er selbst sei ein politischer Mensch: „Aus meinen Umfragen weiß ich aber, dass der Frust der Menschen gegenüber der Politik immer stärker wird.“ Angesichts all der „Versprechungen, Abzockereien und Skandale“ sei dies zwar kein Wunder, hin und wieder aber doch arbeitserschwerend. Denn mehr als nur einmal habe man seinen Interviewern, bis zu 20 stehen im Einsatz, geantwortet: „Eine Umfrage zur Politik? Bitte lassen Sie mich doch mit diesen Politikern zufrieden.“

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