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Die Architektur-Natur-Symbiose!

Vertikale Wälder und essbare Gärten kühlen in Green Cities das Klima und reinigen die Luft.
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In Vorarlberg und weit über die Grenzen hinaus ist der Dornbirner Autor/Berater/Vortragende Conrad Amber bekannt als die „Stimme der Bäume“ und setzt sich unermüdlich für neue Mischwälder und Blühflächen im Urbanen Raum ein. Dazu werden sich nämlich schlüssigerweise Rheintal- und Walgau-City unaufhaltsam entwickeln. Ambers bekanntestes Buch ist „Bäume auf die Dächer, Wälder in die Stadt“. Fruchtbare und essbare Waldgärten sollen nicht nur auf Terrassen und Dächern entstehen sondern auch vertikal an Fassaden. Architektonisch soll bereits in der Planung von Hochhäusern neuer Platz für Blühflächen designt werden und durch das Bauen in die Höhe der weiteren Bodenversiegelung Einhalt geboten werden. Parkhäuser unter die Erde. Straßen, Wege und Bahnlinien sollen mit verschiedensten Pflanzen und Baum­alleen begrünt werden. Das Ganze sollte sinnvollerweise in Bau- und Raumplanungsgesetzen fix verankert werden. Ausgerechnet China prescht hier vor und plant solche Green Cities im großen Stil, um die ausufernde Luft- und Umweltverschmutzung zu stoppen. Im Individualverkehr sollen Elektro- und Wasserstofffahrzeuge zum Einsatz kommen. Seilbahnen werden das pflanzenreiche Stadtbild bereichern und natürlich hochmoderne Schienenfahrzeuge.

Designwende

Mit seinem Motto „Waldgärten in die Stadt“ schlägt der Naturdenker Conrad Amber in dieselbe Kerbe wie der bekannte Mailänder Architekt Stefano Boeri (64). Der Architekturprofessor und Autor ist durch den Bau begrünter Hochhäuser international bekannt geworden und brachte zahlreiche Bücher zum Thema heraus, u. v. a. „A Vertical Forest“ oder „Instructions Booklet for the Prototype of a Forest City“. Für seine beiden grünen Hochhaustürme Bosco Verticale in Porta Nuova in Mailand erhielten er und seine Architektenkollegen Giovanni La Varra und Gianandrea Barreca 2014 den Internationalen Hochhauspreis. Die Zwillingstürme sind eine gelungene Symbiose aus Architektur und Natur – ein vertikaler Wald, in dem gesund gewohnt wird, mitten in der Stadt. Sie sind 80 und 112 Meter hoch und die Außenfassade ist mit 800 Bäumen und 5000 Sträuchern bewachsen. Spätestens seit damals sind Boeris Ideen und Umsetzungen global gefragt. Besonders Eurasien – allen voran China –, ist ein weites Betätigungsfeld für zukunftsweisende Städteplanungen im Sinne von Natur- und Klimaschutz, was einerseits mehr als nötig für die Gesundheit der Menschen ist und mehr Lebensqualität und Gemeinwohl bringt.

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